Von den verfolgten Christen lernen
Iran

Von den verfolgten Christen lernen

Soro* zog die Vorhänge zu - in Vorbereitung auf das Gemeindetreffen. Schließlich versperrte sie die Tür und verstopfte die Schwelle mit aufgerollten Handtüchern. Nicht der geringste Laut sollte nach draußen dringen. Haft und Folter für „Abfall vom Islam“ Soro und Ihr Ehemann Ali* verbreiten in... Artikel ansehen

Liebe Leser,

„Josef im Gefängnis“, so überschreibt die Lutherbibel einen Abschnitt in 1. Mose 39. Und dann steht da, „Aber der HERR war mit ihm“. Mit Gott im Gefängnis? Ja, davon berichtet die Bibel. Ja, das wissen wir aus der Geschichte der Kirche – und: Ja, davon künden die Zeugnisse unserer Geschwister, denen wir hier eine Stimme verleihen. Warum sind so viele Christen bereit, für ihren Glauben zu leiden? Christen suchen doch nicht das Martyrium. Christen sind Zeugen. Zeugen für das, was sie gehört und gesehen haben von Jesus. Dieses Zeugnis geben sie in Wort und Tat. Und immer wieder werden Christen um dieses Zeugnisses willen umgebracht – von Stephanus über Jan Hus, Dietrich Bonhoeffer oder jetzt Frederick Ngui, Lobpreisleiter einer kenianischen Pfingstgemeinde (S. 4.) Sie suchten nicht das Martyrium. Ihren Glaubensweg sind sie gegangen. Martyrium ist das, was ihnen auf diesem Weg geschieht. In dieser Stimme berichten wir vom Weg einiger Christen im finsteren Tal der Verfolgung. Das Gebet gab ihnen Kraft und ihre Furcht wich tiefer Zuversicht. Durch Gottes Gnade und Kraft wuchsen sie weit über sich hinaus – und bitten sogar noch in ärgster Not und Bedrängnis um Vergebung für ihre Peiniger. Besonders beindruckt hat mich das Beispiel der Iranerin Soro (S. 7–9), die in der Zelle Lieder zur Ehre Gottes sang. Ist die Überwindung des Bösen mit Gutem das Geheimnis, warum die Gemeinde im Iran eine der am schnellsten wachsenden Kirchen der Welt ist? Wer von dem mutigen Dienst iranischer Gemeindeleiter liest, der spürt es: Unser HERR ist den Seinen Zuversicht und Burg. Die Verfolger können der Gemeinde Jesu alles nehmen, aber sie können sie nicht von ihrem HERRN trennen. „Aber der HERR war mit ihm.“ Jesus trägt im Leid. Das Leid hat nicht das letzte Wort. Jesus hat das letzte Wort! Im Aufblick auf IHN kann Leid – auch unser Leid – überwunden werden. HMK-Gründer Pfarrer Wurmbrand hat einmal gesagt: „Womit können die bedrängten Christen euch helfen? Sie geben euch ein leuchtendes Beispiel. Sie können euch ermutigen, nicht lauwarme Christen zu sein, sondern den HERRN von ganzem Herzen zu lieben.“ Der Glaubende setzt sein Herz, sein ganzes Leben auf Jesus, also darauf, dass Jesus trägt im Leben und im Sterben. Wie oft fällt es schwer, an Gottes Plan für unser Leben zu glauben – gerade dann, wenn es schwierig wird. Wie gut, dass in diesen Momenten des Zweifelns unsere Glaubensgeschwister an unserer Seite sind. Wenn unser Vertrauen klein ist, tragen sie uns. Tun wir dasselbe für unsere verfolgten Geschwister!

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe November 2018

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Das Magazin gibt den um ihres Glaubens Willens verfolgten und bedrängten Christen eine Stimme durch ...

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