Wenn Kinder Verfolgung erleben
Drei Schicksale

Wenn Kinder Verfolgung erleben

Verfolgung macht auch vor Kindern nicht Halt. Lesen Sie die Schicksale von Beren aus der Türkei, Araj aus Indien und Miriam aus dem Irak. Artikel ansehen

"Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden."

Matthäus 1,21

Liebe Leser,

Verfolgung macht auch vor Kindern nicht Halt. Im Gegenteil, gerade Kinder sind in Verfolgungssituationen besonders gefährdet. Jesus selbst wurde als Kind verfolgt. So lesen wir im Matthäusevangelium, dass ein Engel Josef im Traum erschien und sprach: „Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.“

Zahllose Kinder auf der ganzen Welt leiden, nur weil sie Christen sind. Das kennen wir auch aus Deutschland: Ein Pfarrer erzählte mir, wie vor rund 80 Jahren Eltern ihre Konfirmanden zum Unterricht begleiten mussten, weil die Hitlerjugend ihnen auflauerte. Eine unserer Mitarbeiterinnen, die in der DDR aufgewachsen ist, berichtet: „Ich war ungefähr neun Jahre alt. Als Familie waren wir gerade umgezogen und ich kam in eine neue Klasse. Als einziger Schüler mit christlichem Hintergrund nahm ich schon damals meinen Glauben ernst. Dafür wurde ich sehr bald ausgelacht. Auf dem Schulhof warfen die Jungs mit Steinen nach mir. Die Lehrer haben nur tatenlos zugeschaut. Ich weiß noch, wie ich weinend nach dem Unterricht nach Hause kam. “ An ihrem Glauben hat sie trotzdem nie gezweifelt: „Es war für mich glasklar: Jesus lebt. Meine Mitschüler hatten es nur leider noch nicht erkannt.“

Meine Mitarbeiterin kann sich aber auch an die Unterstützung durch christliche Gemeinden aus Westdeutschland erinnern: „Regelmäßig kamen Pakete bei uns an. Sie waren randvoll mit gebrauchter, aber noch gut erhaltener Kleidung und Spielzeug. Für uns war es wir Weihnachten, all diese Kostbarkeiten auszupacken!“ Der ganzen Familie wurde so bewusst: An uns wird gedacht. Wir sind nicht allein.  

Mit unserem Weihnachtsprojekt in Syrien wollen wir dieses Jahr genau das tun: Wir wollen unzähligen Kindern und ihren Familien mit einer Weihnachtsfeier eine Freude machen und ihnen in ihrem schweren Alltag als christliche Flüchtlinge zeigen: Wir denken an euch! Ihr seid nicht allein! Lesen Sie mehr darüber in unserem Bericht.

Als vor 30 Jahren in Berlin die Mauer fiel, wurde vieles anders – auch in dem Leben meiner Mitarbeiterin. „Wer hätte gedacht, dass ich einmal selbst für verfolgte Christen einsetzen darf?!“ sagt sie. Ihre Arbeit bei der HMK wäre ohne das Wunder der Wiedervereinigung nicht möglich gewesen. Nun kann sie in Freiheit leben und anderen Christen, die dieses Privileg nicht kennen, zur Seite stehen.

Als Jesus vor über 2000 Jahren Mensch wurde, hat er alle Grenzen überwunden, um uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt. Er kommt, um wahre, innere Freiheit zu bringen. Wir sind nicht allein. Er denkt an uns. Wie auch immer unsere äußeren Umstände sein mögen: Christ der Retter ist da!

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe Dezember 2019

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