Das Licht des Evangeliums scheint in Darfur
Sudan

Das Licht des Evangeliums scheint in Darfur

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Ausgabe Juli 2020

Sollten wir Christen helfen, der Verfolgung zu entkommen?
Von Nik Ripken

Sollten wir Christen helfen, der Verfolgung zu entkommen?

Wissen unsere Kirchen, unsere Missionsgesellschaften und unsere christlichen Organisationen, die sich mit dem Thema Verfolgung beschäftigen, auch, wann es an der Zeit ist, Josef in Ägypten zu belassen?

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„Eines Tages besuchte ich ein muslimisches Dorf. Plötzlich kam ein junger Mann auf mich zu. Er sah mich wütend an und spuckte mir ins Gesicht." Die HMK unterstützt Missionare in Indonesien, die bei ihrer Arbeit angefeindet werden - und Wunder erleben.

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„Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?“ Römer 10,14

Liebe Leser,

in der Region Darfur, einer Region im Westen Sudans, herrscht seit 2003 ein andauernder Konflikt: Rebellengruppen kämpften gegen die islamistische Regierung, welche wiederum mit der Hilfe von arabischen Milizen zurückschlug. Letztere werden beschuldigt, schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung begangen zu haben. Die Bilanz dieses Bürgerkrieges ist mehr als erschreckend: Schätzungsweise 300.000 Menschen sind gestorben, mehr als zwei Millionen Menschen mussten fliehen. Dürrekatastrophen mit anschließenden Hungersnöten taten ihr Übriges, um die hauptsächlich muslimische Bevölkerung, die noch in der Region lebt, ins Elend zu stürzen. Die Verzweiflung ist groß. 2011 spaltete sich schließlich der mehrheitlich christliche Süden ab und die sudanesische Regierung wies alle Nicht-Regierungsorganisationen aus Darfur aus – auch alle christlichen Organisationen aus dem Ausland. Die Bilanz zu diesem Zeitpunkt: eine Region fast ohne Christen.

Ameen ist in dieser Gegend aufgewachsen. Die Chancen, dass er einmal Jesus kennenlernen würde, standen gleich null. Mit seinen 21 Jahren studierte er den Koran mit großem Interesse – als ihm eines Tages unvermittelt Jesus begegnete und in seine Nachfolge rief. Zwei Tage weit musste Ameen reisen, um zur nächstgelegenen Kirche zu gelangen, doch dort erhielt er kaum Hilfe oder Unterweisung im Glauben. Zu groß war die Angst der Gemeindemitglieder vor ihm, der – aus Darfur kommend – in ihren Augen kein ernsthafter Christ sein konnte. Seine muslimische Familie distanzierte sich immer mehr von ihm. Schließlich stand er mehr oder weniger ganz allein da. Mit nicht mehr als einem Senfkorn an Glauben in seinem Herzen.

Doch der allmächtige Gott baut sein Reich und ist nicht auf das angewiesen, was Menschen als wahrscheinlich erscheint. Und so schuf er in Ameen den unbändigen Wunsch, mehr über Jesus zu erfahren – um ihn anschließend seinen Landsleuten bekannt zu machen. Also absolvierte er eine Bibelschule in Uganda. Er wusste, was auf ihn zukommen würde, sollte er in den Sudan zurückkehren und unter den Menschen in Darfur evangelisieren: Die Christen dort werden von der Regierung verfolgt, verhaftet und gefoltert. Aber er hatte keine Angst. Schließlich gesellte sich noch sein alter Freund Nasif aus Kindertagen zu ihm, und was mit regelmäßigen Treffen zu zweit begann, ist inzwischen eine stetig wachsende Gemeindebewegung geworden. Mehr als 3.000 Gläubige aus Darfur, schätzt er, leben inzwischen im Sudan. Tendenz steigend.

Was am Anfang unmöglich erschien, ist Wirklichkeit geworden: Gottes Licht breitet sich aus in Darfur. Menschen schöpfen wieder Hoffnung, werden innerlich heil. Und das alles, weil Christen wie Ameen den Mut hatten, sich dem unbequemen Auftrag zu stellen, Gottes Wort an ihre Mitmenschen weiterzugeben – koste es, was es wolle. Lesen Sie seine Geschichte hier!

Ihr

Manfred Müller

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