Editorial

„Ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft.“ Offenbarung 3,8

Liebe Leser,

in dieser Ausgabe der Stimme der Märtyrer berichten wir über die aktuelle Situation in Nordnigeria. Die Lage der Christen dort ist katastrophal. Kürzlich konnte eine Mitarbeiterin der HMK in die vom Boko Haram-Terror gezeichnete Region reisen. Wie dankbar sind wir, dass Gott Türen aufgetan hat, um dort konkret helfen zu können. Auch für unseren Projektpartner ist die Zusammenarbeit eine Gebetserhörung. Sie erleben, was der erhöhte HERR Jesus in der Offenbarung gesagt hat: „Ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft.“ Unsere Geschwister möchten mit ihrer kleinen Kraft ihre Mitmenschen mit dem Evangelium erreichen. Es gibt offene Türen. Doch durch die ständigen Anschläge durch die Boko Haram ist jetzt die Hilfe für die bedrängten Christen in Nordnigeria als weitere Aufgabe dazugekommen. Aber die Wirtschaftskrise im Land hat die Möglichkeiten nun enorm eingeschränkt. Hier dürfen wir als HMK die wichtige Arbeit von außen mit unterstützen.

Der Direktor unserer Partnerorganisation sagt: „Es steht zwar in der Bibel, dass wir um des Namens Jesu willen verfolgt werden können, aber dass wir das so in Nigeria erleben würden haben wir uns nicht vorstellen können. Jahrelang haben wir unsere Gemeindearbeit getan, sind morgens aus dem Haus gegangen und dachten, dass wir abends wieder nach Hause zurückkommen werden. Wenn wir jetzt morgens das Haus verlassen wissen wir nicht mehr, ob wir abends auch zurückkehren werden. Die Anschläge können uns überall und jederzeit treffen. Das ist unser Alltag.“

Unser nigerianischer Partner hat auch ein warnendes Wort für uns: „Seid nicht naiv,  schließt keine faulen Kompromisse, hütet euch vor einer falsch verstandenen Toleranz. Der Islam kennt sie und auch die Integration nicht. Haltet daher an euren Werten fest und seid wachsam, dass die Muslime keine Macht über euch gewinnen; sonst werden sie ihre Schwerter gegen euch erheben und euch aus eurem eigenen Land vertreiben. Nutzt die Zeit. Liebt diese Menschen und bringt ihnen das Evangelium.“

Ein anderer Mitarbeiter dankt für die Gebete der HMK-Freunde für Nordnigeria: „Gott beantwortet die Gebete, indem er uns die Kraft und Stärke gibt, wie wir sie in der Verfolgung brauchen. Das ist Gottes  Antwort auf eure Gebete. Manchmal weiß ich nicht, wo die Kraft herkommt. Und dann merke ich: Da beten Leute für mich.“ Unser Partner dankt Ihnen allen für die Hilfe und auch unserem Mitarbeiter für den Besuch: „Das zeigt uns, dass ihr bei uns und mit uns seid durch das Gebet. Wir stehen den Angriffen hilflos gegenüber. Wir haben keine Waffen. Die Regierung hilft uns nicht. Da überkommt uns die Angst, dass wir alleine sind. Aber ihr habt uns neu gezeigt, dass das nicht so ist. Gott hört Gebet. Danke!“

Solche Rückmeldungen beschämen uns oft und machen uns demütig. Unsere Hilfsmöglichkeiten kommen uns oft so klein vor – und doch kann Gott unsere kleine Kraft gebrauchen, um Geschwister zu ermutigen.

Danke, wenn Sie auch weiterhin mitbeten für die bedrängten Christen in Nigeria und weltweit. Und möge Gott uns doch auch die offenen Türen um uns her entdecken lassen. Dann dürfen wir auch etwas wagen im Vertrauen auf Jesu Kraft.

 

Ihr

Manfred Müller

 

Jetzt die Stimme bestellen

Nach oben

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Fon +49 (0) 75 56 - 92 11-0 / Fax +49 (0) 75 56 - 92 11 40 / info@verfolgte-christen.org