Editorial

„Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ Römer 5,5 

Liebe Leser,

hier beschreibt Paulus einen geistlichen Sachverhalt, der uns in dieser Advents- und Weihnachtszeit vielleicht neu wichtig werden darf. In dieser verworrenen Welt, in der sich so vieles verändert und uns unsicher werden lässt, brauchen wir Hoffnung. Sie ist ein Bedürfnis jedes Menschen. Es gibt aber Hoffnung, die trügt und nur eine Wunschvorstellung ist, und Hoffnung, die begründet ist und zur Wirklichkeit wird.

Unsere christliche Hoffnung liegt darin begründet, dass Gottes Liebe für uns ganz sichtbar wurde. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16). Was Gott im Alten Testament durch die Propheten angekündigt hat, ist dann auch eingetreten. Gott steht zu seinem Wort. Außerdem sehen und erleben wir, dass Gottes Liebe ausgegossen wurde in unsere Herzen. Es ist nicht unsere eigene Liebe. Diese Liebe kann nur von Gott kommen, der uns sogar seinen eigenen Sohn gegeben hat. Diese Liebe hat Auswirkungen auf unser Denken und Tun im Hier und Jetzt. Und sie bewirkt Nächstenliebe in uns. Wir wollen das weitergeben, was uns von Gott geschenkt wurde.

Genau das ist eines der Anliegen der Hilfsaktion Märtyrerkirche. Dieses Jahr durften wir in 42 Ländern durch 116 Projekte verfolgten Christen beistehen. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. In diesem Heft berichten wir von einigen dieser Projekte – viele andere können wir aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Eine der von uns unterstützen Witwen in Nordnigeria schrieb uns: „Mein Glaube wurde gestärkt durch die praktische Liebe, die ihr mir entgegen gebracht habt. Dass Brüder und Schwestern in einem fernen Land mir solch eine Liebe zuteil werden ließen, hatte ich noch nie erlebt. Aber ihr habt gesagt: ‚Du bist uns nicht egal, wir kümmern uns um dich.‘ Durch diese Hilfeleistung habe ich richtig gespürt, wie sehr ich geliebt bin. Danke!”

Solche Rückmeldungen lassen uns froh werden darüber, dass unser kleiner Beitrag Hoffnung in das Leben dieser Schwester gebracht hat. Immer wieder erleben meine Mitarbeiter und  ich auf Projektreisen eine tiefe Verbundenheit mit den Christen vor Ort, denen wir begegnen. Es ist diese „Liebe durch den Heiligen Geist, die ausgegossen ist in unsere Herzen.“

Wir empfinden es als großes Vorrecht, dort helfen zu dürfen, wo trotz großer Not das  Reich Gottes wächst, und unsere Geschwister an vorderster Front kämpfen und den Weg dafür bahnen.

Wir möchten diesen Dank unserer Geschwister weitergeben an Sie, liebe Freunde und Unterstützer. Ohne Ihre Gaben könnten wir nicht in dem Umfang helfen, wie wir es 2017 tun durften.

Mögen Sie in dieser Advents- und Weihnachtszeit die Liebe Gottes und die Hoffnung, die daraus erwächst, für sich persönlich ganz neu erleben.

Ihr

Manfred Müller

 

 

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Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

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