Editorial

„Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeit, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt.“ Lukas 12,11-12

Liebe Leser,

gerade noch hat Jesus zu einer Menschenmenge gesprochen. Danach hielt er den Pharisäern einen Spiegel vor, weil bei ihnen Lehre und Leben nicht zusammen passten. Diese entrüsteten sich und „belauerten ihn, ob sie etwas aus seinem Mund erjagen könnten“. (Lukas 11,54 ) Bewusst hinterhältig horchten sie Jesus aus und wollten ihn zu Fall bringen.

Jesus durchschaute das Spiel und wendete sich seinen Jüngern zu. Er ermahnte sie,  trotz Widerstand ihren Glauben zu bekennen. Er nahm ihnen sogar die Sorge darüber, was sie im Falle eines Verhörs sagen sollen. Jesus verhieß ihnen für einen solchen Fall die Gegenwart Seines Geistes. Wie ermutigend! Und dann lesen wir von den Berichten und Zeugnissen verfolgter Christen, die diese und andere Zusagen Jesu bestätigen.

In diesem Heft berichten wir von Schwester Amber (Seite 6 und 7), die als verwundbare, alleinstehende Missionarin unter den Nomadenstämmen Tibets arbeitete. Ihr Zeugnis darüber, was sie während einer unerwarteten Inhaftierung erlebte zeigt, dass die Zusagen Jesu auch heute tragen.

In unserem Bericht über Shani (Seite 8) wird deutlich, dass der HERR uns nicht mehr auferlegt, als wir tragen können. Und ER hilft uns beim Tragen der Last. Jesus verherrlicht sich so gerade auch unter schwierigsten Umständen und kommt mit Seinem Heilsplan zum Ziel.

Diese Berichte machen uns Mut, auch selbst bereit zu sein, in den schwierigen Situationen unseres Alltags auf den HERRN Jesus zu vertrauen. ER ist bei uns!

In dieser Ausgabe der Stimme der Märtyrer drucken wir einen Artikel aus dem Cicero ab. Es gibt Stimmen, die das Anliegen der bedrängten Christen ansprechen. Mögen solche Artikel helfen, dass es hierzulande zu einem Umschwung von einem ‚höflichen’ Interesse am Thema Christenverfolgung zu einem tieferen Verständnis der geistlichen und endzeitlichen Dimensionen kommt. Was sich in vielen Teilen der Welt abspielt ist katastrophal und verlangt unsere volle Aufmerksamkeit, nicht nur das gelegentliche Lesen eines Artikels. Wir sollten ‚unseren Mund auftun für die Stummen’ und auch schwierige Fragen ansprechen.

Sehr betroffen gemacht haben uns die schweren Urteile über die drei Christen im Sudan Ende Januar. Pastor Hassan Abduraheem und Abdulmonem Abdumawla erhielten 12-jährige Haftstrafen, und Petr Jasek wurde zu mindestens 20 Jahren Haft verurteilt (siehe Seite 5). Bitte begleiten Sie diese Männer und ihre Familien in der Fürbitte.

Gott sitzt im Regimente – allem Augeschein zum Trotz. ER ist der HERR! Ich wünsche Ihnen diese getroste Gewissheit. Ja, Jesus kann auch Ihnen das geben, was Sie zu gegebener Zeit benötigen.

Ihr

Manfred Müller

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