Länder der Märtyrer

Er hatte den Herrn Jesus lieb.

Als sein 16-jähriger Sohn Gamal nach einem Besuch in einem nahegelegenen Dorf nicht nach Hause zurückkehrte, begann Allam Bashay Gabriel sich Sorgen zu machen. Er versuchte, ihn auf seinem Mobiltelefon zu erreichen, doch ohne Erfolg. Auch die Verwandten und Freunde, die er daraufhin anrief, konnten ihm nicht weiterhelfen; keiner von ihnen hatte Gamal gesehen oder wusste, wo er war. Die Angehörigen beschlossen, den Teenager zu suchen. Schließlich fanden sie ihn auf dem Gelände der örtlichen Agrargesellschaft. Man hatte ihm die Kehle durchgeschnitten. „Gabriel war so ein friedliebender und höflicher Junge“, sagt sein Vater. „Er hatte keinen Streit, keine Feinde, er hatte den Herrn Jesus lieb.“ Die Art und Weise, wie der Junge getötet wurde, entspricht sehr dem Vorgehen des Islamischen Staates (IS) bei früheren Morden. Das weiß auch Allam Bashay und sagt: „Vermutlich hat Gabriel wegen seines Glaubens an Jesus sterben müssen. Er hätte ihn niemals verleugnet!“

Gebet

Jesus, wir bitten dich für die Familie von Gabriel, die so sehr unter dem Verlust leidet. Mach du ihnen Mut und schenk ihnen Hoffnung. Und lass sie niemals aufgeben.

Einwohner:

91,5 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Abdel Fattah Al-Sisi

 

Religion:

  • Muslime 90,9%
  • Christen 8,4 %
  • Agnostiker 0,6%
  • Atheisten 0,1%  

 

 

Wir suchen Gottes Gegenwart, seinen Segen und Trost.

Die Angreifer waren auf das Gelände des Gästehauses vorgedrungen, nachdem sie den Wachmann geköpft hatten. Im Haus erschossen sie eine Frau im Schlaf, die bereits seit dreizehn Jahren als Entwicklungshelferin im Land arbeitete, und entführten eine Kollegin von ihr. Weitere Bewohner des Hauses konnten sich verstecken und rechtzeitig in Sicherheit bringen. „Wir können nicht sagen, ob der Zwischenfall einen kriminellen oder terroristischen Hintergrund hat“, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Zum einen könnte der Überfall das Werk der Entführungsmafia von Kabul sein. Ihr fallen immer wieder Ausländer sowie viele afghanische Geschäftsleute zum Opfer. Zum anderen könne es sich um einen gezielten Angriff auf eine christliche Organisation gehandelt haben, hinter dem die radikalislamistische Taliban oder die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stecken. „Wir suchen Gottes Gegenwart,“ so ein Sprecher der Organisation, „seinen Segen und seinen Trost.“

Gebet

Jesus, wir bitten dich für die Familie der getöteten und der entführten Frauen, dass du sie tröstest und ihnen nahe bist. Stärke deine Kinder und bewahre sie im Leiden.

Einwohner:
32,5 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Mohammad Ashraf Ghani

Religion:

  • Muslime 99,8%
  • Andere 0,2%
 
   

Ich danke dem Herrn, dass er unser Leben verschont hat.

Dass Tutu und ihr Ehemann Haile den Islam verließen und Christen wurden, brachte ihnen von Anfang an große Probleme ein. Als Haile starb, gruben die muslimischen Dorfbewohner seinen toten Körper aus Wut über den Glaubenswechsel des Paares wieder aus und warfen ihn voller Verachtung an den Straßenrand. Die Behörden griffen daraufhin zwar ein, was aber das Trauma von Tutu und ihrem Sohn Biruk kaum schmälern konnte. Dann wurde Biruk selbst von einem Mann aus dem Dorf bedroht. Der kündigte weitere Schwierigkeiten an, wenn Biruk und Tutu nicht endlich wieder zum Islam zurückkehrten. Als sie es nicht taten, zündeten sie ihr Haus an. Das Feuer verzehrte bis auf ein Zimmer das gesamte Gebäude. Dadurch verloren die beiden Christen den Großteil ihres Besitzes, Kleidung, Einrichtung, Bargeld und Nahrungsmittel. Tutu sagte dazu: „Ich danke dem Herrn, dass er unser Leben verschont hat. Wir beklagen uns nicht über den Verlust materieller Dinge.“

Gebet

Jesus, hab Dank, dass du Tutu und Biruk bewahrt hast und sie ihr Vertrauen auf dich nicht aufgeben. Bitte stärke sie und versorge du sie selbst in deiner Güte und Liebe.

Einwohner:
99,4 Millionen

Regierungschef:
Hailemariam Desalegn

Religion:

  • Christen 58,9%
  • Muslime 34,4%
  • Naturreligionen 6,5%
  • Agnostiker 0,1%
  • Andere 0,1%
 

 

Was sie uns nicht nehmen können, ist unser Glaube.

Vier nichtuniformierte Polizeibeamte drangen ohne sich auszuweisen gewaltsam in das Haus der Christin Mina Dores ein und nahmen eine Geldsumme von 5000 Taka - rund 50 Euro - in Beschlag. Die Nachbarn kamen der wehrlosen Frau zu Hilfe und schlugen auf die Eindringlinge ein. Sie konnten dabei nicht wissen, dass es sich um nichtuniformierten Polizeibeamten handelte. Die riefen Verstärkung und wenig später waren 30 Beamte vor Ort und gingen brutal gegen die Bewohner des christlichen Dorfes Doripara in der Nähe von Dhaka vor. Dabei wurden mehrere Häuser und Wohnungen verwüstet und 25 Menschen verletzt. Während die Dorfbewohner aus Angst vor Vergeltung durch die Polizei nicht den Mut hatten, Anzeige zu erstatten, erhob diese ihrerseits Anklage gegen die Dorfgemeinschaft. „Die nehmen sich einfach, was sie wollen“, so einer der Gläubigen, „was sie uns aber nicht nehmen können, ist unser Glauben und das Vertrauen, dass Gott Recht schafft!“

Gebet

Herr, wir bitten dich, dass du der Gewalt gegen deine Kinder ein Ende machst und sie in Frieden und Freiheit leben und dich bekennen können. Beschütze und bewahre sie.

Einwohner:
161 Millionen

Regierungschef:
Hasina Wajed

 

Religion:

  • Muslime 88,8%
  •  Hindus 9,4%
  • Buddhisten 0,7%
  • Christen 0,5%
  • Stammesreligionen 0,5%
  • Agnostiker 0,1%
 

 

Sie werden auch im Gefängnis von Gott reden und ihn loben!

Die kommunistische Regierung hat ihren antikirchlichen Kurs im Land deutlich verschärft. So ließen die Behörden in der Provinz Zhejiang Kreuze von rund 1.800 Kirchen entfernen. Sie begründeten die Kampagne mit Bauvorschriften und der Erhaltung eines einheitlichen Straßenbildes. „Was wirklich eine sonderbare Erklärung ist“, sagt der Vertreter einer Menschenrechtsorganisation. „Die Kirchen sind ihnen schon immer ein Dorn im Auge und sie haben einfach Angst und wollen den wachsenden Zuspruch für christliche Gemeinden eindämmen.“ Fünf dieser Christen wurden zeitgleich zu langen Haftstrafen verurteilt, weil man ihnen vorwarf, sie hätten verbotene christliche Andachtsbücher verbreitet. Li Dongzhe und Piao Shunnan wurden zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt, Zhao Chunxia und Li Yuan zu je fünf Jahren und Shi Jinyan zu drei Jahren. „Sie mögen sie einsperren“, sagte ein Bruder, dessen Namen nicht genannt werden soll, „aber das wird ihren Glauben nicht aufhalten. Sie werden im Gefängnis laut von Gott reden und ihn loben.“

Gebet

Himmlischer Herr, wir bitten dich für die gefangenen Geschwister um Schutz und Bewahrung, dass ihr Glaube stark bleibt und sie vielen zum Vorbild und Zeugnis werden.

Einwohner:
1,4 Milliarden

Regierungschef:
Ministerpräsident des Staatsrats
Li Keqiang

Religion:

  • Agnostiker 31,4
  • Chinesische Volksreligionen 30,4%
  • Buddhisten 15,9%
  • Christen 8,9%
  • Atheisten 7,0%
  • Naturreligionen 4,3%
  • Muslime 1,7%
  • Andere 0,4%
 

 

Wir haben viel Grund zur Sorge. Doch Gott ist mit uns.

Sicherheitskräfte gingen von Haus zu Haus und durchsuchten alles. Dabei wurden rund 200 Christen verhaftet, unter ihnen Kinder und Babys. „Wir fürchten“, so Dr. Berhane Asmelash, Mitarbeiter eines Hilfswerkes in Eritrea, „dass die meisten dieser Babys und Kinder ihre Kindheit in einer Gefängniszelle zubringen werden.“ Diese Art des Vorgehens gegen Christen ist eine neue Stufe der Gewalt, die in dem Einparteienstaat vorangetrieben wird, viele Christen entziehen sich der Verhaftung nur durch Flucht. „Wir waren es gewohnt“, sagt Asmelash, „dass wir eingesperrt wurden, wenn wir bei nicht genehmigten Treffen erwischt wurden, die Bibel studierten oder uns zum Gebet trafen. Jetzt aber gehen sie von Tür zu Tür und nehmen uns nicht fest wegen dem, was wir tun, sondern wegen unseres Glaubens.“ Dr. Asmelash war selbst schon in Haft und erlitt Folter. Er meint: „Wir haben viel Grund, uns Sorgen um die Gefangenen zu machen. Doch Gott ist mit uns.“

Gebet

Vater, wir bitten dich für die inhaftierten und verfolgten Geschwister, insbesondere für die Kinder und Babys. Bewahre sie, stärke sie und lass sie nicht zuschanden werden.

Einwohner:
5,2 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Isaias Afwerki

Religion:

  • Muslime 51,6%
  • Christen 46,5%
  • Agnostiker 1,3%
  • Stammesreligionen 0,5%
  • Andere 0,1%
 

 

Er sagte, er würde bis zum letzten Atemzug an Jesus glauben.

Schon seit ihrer Bekehrung zu Jesus vor mehr als zehn Jahren wurde die Familie immer wieder von den Dorfbewohnern bedrängt, zu der Stammesreligion „Sarna“, was so viel wie „Heiliger Hain“ bedeutet, zurückzukehren. Aber sie blieben fest im Glauben. Die Eltern bezahlten mit ihrem Leben dafür. Die Gemeinschaft zwang sie, an einem Ritual des naturreligiösen Geisterglaubens teilzunehmen, aber sie weigerten sich. „Und dann“, erzählt der Sohn, „banden sie ihnen die Hände auf den Rücken, fesselten sie aneinander und zwangen sie, über 17 Stunden bis zum Hals in einem Teich mit kaltem Wasser zu stehen. Sie forderten meinen Vater auf, von Jesus abzulassen und zur Stammesreligion zurückzukehren. Aber das kam für ihn gar nicht in Frage. Er sagte immer wieder, dass er Christus nicht verleugnen und bis zum letzten Atemzug an ihn glauben würde.“ Die Polizei lehnte Ermittlungen ab, da es sich bei den beiden Toten mit Unterkühlung um eine natürliche Todesart handelte.

Gebet

Unser Vater im Himmel, bitte zeige den Christen in Indien deine stärkende Gegenwart, wenn sie Gewalt und Folter erleben. Lass sie ein leuchtendes Zeugnis für dich sein.

Einwohner:
1,3 Milliarden

Regierungschef:
Premierminister
Narendra Modi

 

 

 

Religion:

  • Hindus 72,5%
  • Muslime 14,4%
  • Christen 4,7%
  • Naturreligionen 4,0%
  • Agnostiker 1,2%
  • Andere 3,2%
 

 

Wir werden uns der göttlichen Gerechtigkeit anvertrauen.

Das Urteil, das ein Gericht in Jakarta gegen den christlichen, ehemaligen Gouverneur Basuki Tjahaja Purnama (“Ahok”) wegen Blasphemie sprach, stieß auf großen Widerstand. Zu zwei Jahren Haft wurde er verurteilt, weil er Verse aus dem Koran auf unangemessene Weise zitiert haben soll. Und er bekam damit sogar eine noch härtere Strafe, als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte: einen zweijährigen Hausarrest. „Es ist eine sehr traurige Angelegenheit”, so Pfarrer Agustinus Ulahayanan, Sekretär der Kommission für interreligiösen Dialog. „Radikalislamische Gruppen haben dieses Urteil stark beeinflusst. Das ist nicht gut. Aber wir werden uns der göttlichen Gerechtigkeit anvertrauen, denn er ist der Herr der Geschichte”. Während die Proteste der Christen erfreulicherweise friedlich blieben, sagte Ulahayanan weiter: „Dass radikale Gruppen so großen Einfluss haben zeigt nur, wie schwach das Justizsystem wirklich ist. Wir wollen und müssen dem etwas entgegensetzen!“

Gebet

Vater, wir bitten dich für Basuki Purnama. Bewahre ihn in der Haft, stärke und ermutige ihn, schenke ihm Vertrauen und mache ihn zum Licht für die Menschen um ihn herum.

Einwohner:
257,6 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Joko Widodo

 

Religion:
  • Muslime 79,3%
  • Christen 12,0%
  • Naturreligionen 2,3%
  • Hinduisten 1,6%
  • Agnostiker 1,3%
  • Andere 3,5%
 

 

Er bekannte sich zu seinem Glauben und musste sterben.

Sie hatten sich längst daran gewöhnt, dass überall herum um sie geschossen wird. „In Mossul gehört das leider zur Tagesordnung“, sagt Hamidah traurig, „aber an diesem Nachmittag war das irgendwie anders. Als ich die Schüsse hörte wusste ich, dass es anders war als sonst. Mein Herz wurde schwer als ich an die Mutter dachte, die gerade ein Kind verloren hatte.“ Als dann jemand Hamidahs Namen rief und schrie, ihr Sohn sei getötet worden, verdunkelte sich ihre Welt. „Er war erst 14 Jahre alt und so glücklich über sein neues Smartphone, das er seinen Freunden zeigen wollte.“ Dann hatte ein Auto neben ihm gehalten, einer der Insassen fragte ihn, ob er Christ sei, er bejahte dies und wurde auf der Stelle erschossen. „Ich trage immer noch Schwarz“, sagt seine Mutter, „weil ich so unendlich traurig bin. Aber ich bin auch stolz über den Mut meins Sohnes. Er hat sich zu seinem Glauben bekannt und musste dafür sterben. Er hat Jesus nicht verleugnet.“

 

Gebet

Herr, bitte tröste Hamidah und die ganze Familie über den Tod des Jungen hinweg. Lass sie wieder Freude erfahren, lass sie stark sein und bleiben an und in dir.

Einwohner:
36,4 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Dr. Haidar al-Abadi

Religion:
  • Muslime 98,2%
  • Christen 0,9%    
  • Agnostiker 0,5%
  • Atheisten 0,2%
  • Andere 0,2%
 

 

Wir werden nicht aufgeben! Niemals wird das geschehen!

Amin Afshar Naderi, Hadi Asgari, Amir Saman Dashti, Ramil Bet-Tamraz und Mohammad Dehnavi wurden bereits im Sommer 2016 verhaftet, als sie in den Bergen nordöstlich von Teheran ein Picknick machten. Während die letzten drei Männer nach Zahlung einer Kaution von umgerechnet etwa 31.000 Euro freigelassen wurden, blieben Naderi und Asgari weiterhin ohne Anklage in Haft. Um auf die Ungerechtigkeit ihrer Situation aufmerksam zu machen, traten sie in den Hungerstreik. „Obwohl sie schon bald gesundheitliche Probleme bekamen“, sagt ein Vertrauter, „wurde ihnen jede Form der medizinischen Versorgung verweigert. Vermutlich halten sie die Männer wegen ihres christlichen Glaubens oder ihrer Verbindung zu einem Pastor fest, dessen Gemeinde in Teheran vom Innenministerium geschlossen wurde. Das Regime mag sich weltoffen präsentieren, setzt aber die Christen im Land weiterhin massiv unter Druck. Aber wir werden nicht aufgeben. Niemals wird das geschehen!“  

Gebet

Jesus, wir erbitten Freiheit für unsere Geschwister im Iran. Und Bewahrung, Gesundheit und Schutz. Bitte lass sie ihren Glauben als sichtbares Bekenntnis

Einwohner:
79,1 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Hassan Ruhani

Religion:
  • Muslime 98,8%
  • Andere 0,5%
  • Christen 0,4%
  • Agnostiker 0,3%
  • Hindus 0,1%
 

 

Sie gingen nur den Prophetien des AT über den Messias nach.

Albert, ein Ältester der Gemeinde, und seine Ehefrau Esther sowie ein weiterer Glaubensbruder, Shalom, leben in Dimona, ungefähr 40 Kilometer südöstlich von Beerscheva. Die drei haben dort ein Büro renoviert, um es als Treffpunkt zu nutzen und mit Interessierten im Alten Testament zu lesen und den Prophetien über den Messias nachzugehen. Obwohl sich das Rabbinat im gleichen Gebäude befindet, gab es anfangs keinerlei Probleme. Der Widerstand der Synagogenvorsteher regte sich jedoch, als der Treffpunkt offiziell eröffnet wurde. Vor dem Gebäude wurde lautstark protestiert, und die Polizei durchsuchte die Räume nach „Neuen Testamenten“, deren Besitz völlig legal wäre, allerdings konnten sie keine finden. Nur wenige Tage später kam es zu einer lautstarken Kundgebung vor Shaloms Haus. Fensterscheiben und die Windschutzscheibe seines Autos wurden mit Steinen zertrümmert, dann zogen die Demonstranten zum Haus von Albert und Esther, um dort ihrem Unmut freien Lauf zu lassen. Seitdem wurden beide Häuser wiederholt Ziele wütender Proteste und Angriffe.

Gebet

Guter Gott, wir danken dir für die Bewahrung der Geschwister Albert, Esther und Shalom und bitten dich, dass du dich weiterhin schützend vor sie stellst. Lass die Angreifer erkennen, was dein Wort beinhaltet und öffne ihnen die Augen und Herzen für die Hinweise im Alten Testament auf den kommenden Messias. Lass sie sehen und glauben.

 
 

 

Das mag ja gefährlich sein, aber es ist unser Auftrag von Gott.

Es begann mit einem einfachen Gebet: „Herr, ich habe ein Herz für Muslime. Bitte bringe sie zu mir“, bat Rashad. Es dauerte nicht lange, bis der junge Pastor erkannte, dass Gott etwas Anderes von ihm wollte. „Ich hörte eine Stimme in meinem Kopf, die mich fragte: „Warum gehst du nicht einfach zu ihnen?‘“ Also begann Rashad durchs Land zu reisen und abgelegene Dörfer zu besuchen, um möglichst vielen Menschen die Liebe Jesu zu bringen. Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren, ist gesetzlich streng verboten und äußerst riskant, aber er erlebt, wie Muslime zu Nachfolgern Jesu werden. Für diese neuen Christen organisiert er geheime Hauskirchentreffen. Die Gefahr ist groß, dabei von Nachbarn entdeckt zu werden. Doch Rashad und die Christen muslimischer Herkunft, lassen sich nicht einschüchtern. „Christus beruft uns dazu, in die Welt hinauszugehen, um das Evangelium zu verkünden. Ja, das mag gefährlich sein, aber das ist unser Auftrag von Gott.“

Gebet

Danke Vater, dass du Rashad mit viel Mut unterwegs sein lässt und ihn bisher bewahrt hast. Er kennt die Gefahr und mit ihm auch die Gläubigen. Bitte beschütze sie.

Einwohner:
7,6 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Hani Al-Mulki

Religion:

  • Muslime 95,1%
  • Agnostiker 2,5%
  • Christen 1,7%
  • Atheisten 0,5%
  • Andere 0,6%
 

 

Wir lassen uns weder einschüchtern noch zum Schweigen bringen.

Weil er in der Gemeinde, zu der er gehört, auch gepredigt hat, wurde der indische Staatsbürger und legal als Geschäftsmann in Kasachstan lebende Ayothi Daniel Gunaseelan des Landes verwiesen. Karshyga Malik vom Amt für religiöse Angelegenheiten von Almaty, erklärte dazu, dass Herr Gunaseelan keine Zulassung als ausländischer Missionar habe. Mit seiner Predigt habe er gegen geltendes Recht verstoßen und müsse deshalb das Land verlassen. Gleichzeitig wurden Geldstrafen gegen mehrere Christen verhängt, weil sie an nicht genehmigten Orten Gottesdienste abgehalten hätten. Dabei handelt es sich um registrierte Gemeinden, die sich zu Festgottesdiensten nicht an der eingetragenen Adresse, sondern an einem anderen Ort im Freien versammelt hatten. Ein christlicher Leiter sagte dazu: „Wir haben es mit einer neuen Welle von Razzien und Strafen gegen christliche Gemeinden zu tun. Aber wir lassen uns weder einschüchtern noch zum Schweigen bringen.“

Gebet

Herr, wir bitten dich für Ayothi Gunseelan und die Gemeinden, dass sie durch die neue Welle von Strafen nicht entmutigt werden. Lass sie den Menschen zum Vorbild werden.

Einwohner:
17,6 Millionen

Regierungschef:
Ministerpräsident
Bahytschan Sagintajew

Religion:

  • Muslime 68,8%
  • Christen 26,1%
  • Agnostiker 4,0%
  • Atheisten 0,7%
  • Andere 0,1%

 

 

Pabel musste sterben, weil er Bibeln verteilte.

Kelly hatte schon immer eine große Leidenschaft dafür, das Wort Gottes unter die Menschen zu bringen. Als sie dann Pabel heiratete, war es wie sie es sich immer erträumt hatte: er teilte diesen Wunsch und war ebenso aktiv. „Ich habe ihm manchmal gesagt, er soll vorsichtig sein“, sagt sie später, „aber wir waren uns immer im Klaren, dass wir nur das tun, zu dem Gott uns berufen hatte.“ Eines Morgens dann fuhr Pabel wie gewohnt mit seinem Motorrad im Auftrag von einem Kunden, diesmal aber in ein Gebiet, das von den FARC Rebellen kontrolliert wurde. Er kam nie wieder zurück. Kelly schaltete die Polizei ein, „aber die war nicht sehr hilfsbereit“, wie sie sagt. „Die meinten, er sei sicher mit einer anderen Frau durchgebrannt.“ Wenige Tage später wurde der Leichnam Pabels gefunden. „Ich war so entsetzlich traurig“, sagt Kelly. „Pabel musste sterben, weil er Bibeln verteilte. Mir war klar, dass ich diesen Dienst unbedingt vorsetzen würde.“

Gebet

Danke Jesus, dass du Kelly in ihrem Schmerz nicht allein lässt, dass sie die Kraft zur Vergebung fand und den Dienst zur Verbreitung deines Wortes fortsetzt.

Einwohner:
48,2 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Juan Manuel Santos Calderón

Religion:

  • Christen 95,4%
  • Agnostiker 2,5%
  • Spiritisten 1,0%
  • Naturreligionen 0,6%
  • Andere 0,5%

 

 

Sie legten Feuer, plünderten den Altar und zerschlugen Bänke.

In der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika kommt es vermehrt zu Übergriffen auf christliche Kirchen und Einrichtungen. „Mit Entsetzen erleben wir, dass Gewalt, Angst und Unsicherheit vielerorts aufflammen“, berichtete der Erzbischof der Hauptstadt Kinshasa, Laurent Kardinal Monsengwo Pasinya. „Unbekannte legten ein Feuer im Priesterseminar von Malole im Süden des Landes“, sagte Pasinya. „Gott sei Dank sind bei dem Brand keine Menschen zu Schaden gekommen, auch wenn der Sachschaden immens ist. Dann verwüstete der Mob auch das nahe gelegene Karmeliterkloster in der Millionenmetropole Kangana. In Kinshasa randalierten 20 Jugendliche in einer Kirche. Sie plünderten den Altar, zertrümmerten Kirchenbänke und versuchten ebenfalls Feuer zu legen. Aber das gelang ihnen erfreulicherweise nicht. Viele Gläubige machen sich Gedanken um ihre Sicherheit und fragen sich, woher der Hass auf sie kommt“, so Kardinal Pasinya, der zum Vertrauen auf den Schutz Gottes aufruft.

Gebet

Guter Gott, bitte stärke die Geschwister in den aufflammenden Anfeindungen und gib ihnen ein ruhiges, auf dich vertrauendes Herz. Bewahre und erhalte sie im Glauben.

Einwohner:
77,3 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Joseph Kabila

Religion:

  • Christen 95,0%
  • Naturreligionen 2,5%
  • Muslime 1,5%
  • Agnostiker 0,4%
  • Hindus 0,2%
  • Andere 0,4%
 

 

Mit Tritten und Schlägen sollen sie zum Schweigen gebracht werden.

Die „Damen in Weiß“ sind Kubas bekannteste Bürgerrechtsgruppe, die sich seit ihrer Gründung 2003 für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzt. Für diesen Einsatz werden sie von Polizei und Geheimdienst immer wieder angegriffen. Mit Drohungen und gewaltsamen Übergriffen versucht man, sie einzuschüchtern. Sie werden willkürlich verhaftet und erleiden Schläge und Tritte. Neuerdings verweigert man ihnen auch den Zugang zu Kirchen und den Besuch von Gottesdiensten. „Die Regierung setzt zunehmend regierungstreue Schläger in Zivil ein“, so ein Sprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), „um die „Damen in Weiß“ zum Schweigen zu bringen. Sie gehen nach dem Sonntagsgottesdienst schweigend in Weiß gekleidet und mit Blumen in den Händen durch Havanna und andere Städte Kubas, um auf die Rechte politisch und religiös Verfolgter aufmerksam zu machen. Ihr Protest ist friedlich und stört die Regierung sehr.“

Gebet

Vater, wir danken die für den mutigen Einsatz der „Damen in Weiß“ auch für die Rechte verfolgter Christen. Bitte bewahre sie in ihrem friedlichen Protest und segne sie.

Einwohner:
11,4 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Miguel Diaz-Canel
 
 

Religion:

  • Christen 60,7%
  • Agnostiker 17,3%
  • Spiritisten 17,2%
  • Atheisten 4,4%
  • Hindus 0,2%
  • Muslime 0,1%
  • Buddhisten 0,1%
 

 

Er hörte nicht auf über Jesus zu reden, jetzt ist er tot.

Kaltblütig wurde der protestantische Pastor Singkeaw Wongkongpheng in der laotischen Provinz Luang Prabang ermordet. Wie Zeugen berichteten, drangen fünf zunächst nicht identifizierte Männer in die Wohnung des Pastors in Na-ang im Distrikt Chomphet ein. Nachdem der Pastor seine Frau vor den Eindringlingen beschützen wollte, wurde er festgehalten und weggezogen. Als er sich dagegen wehrte, wurde er mit drei Messerstichen in den Rücken niedergestreckt, wonach die Eindringlinge die Flucht ergriffen. Der Sohn des Pastors verfolgte die Angreifer und verletzte einen von ihnen, der dann im Krankenhaus in Luang Prabang behandelt wurde. Dort wurde auch festgestellt, dass es sich bei dem Verletzten um einen Polizeibeamten aus der Provinz handelt. „Vermutlich wollten die Polizisten meine Eltern entführen“, sagt der Sohn. „Denn sie waren der wiederholten Aufforderung der Behörden, nicht mehr über den Glauben an Jesus zu sprechen, nicht nachgekommen.“

 

Gebet

Herr Jesus, wir bitten dich für die Witwe und Familie des ermordeten Pastors. Bitte tröste sie und lass sie nicht von Hass und Wut, sondern von deiner Liebe bestimmt sein.

Einwohner:
6,8 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Dr. Thongloun Sisoulith

Religion:

  • Buddhisten 52,4%
  • Naturreligionen 42,2%
  • Christen 3,3%
  • Agnostiker 0,9%
  • Atheisten 0,3%
  • Andere 0,9%
 

 

Wir werden nicht fliehen oder aufgeben!

Es war dunkle Nacht und alle schliefen tief und fest, als sich erneut mindestens fünf Einbrecher auf den Weg machten, um das Kloster in Ambendrana Antsohihy zu überfallen. Nachdem sie sich Zugang verschafft hatten, wurden sie allerdings vom Diakon gehört. Dieser schlug Alarm und rief laut um Hilfe. Als der 46jährige Mönch Lucien Njiva ihm zur Unterstützung eilte, wurde dieser von den bewaffneten Einbrechern kaltblütig erschossen, bevor sie flohen. „Der Diakon wurde ins Krankenhaus nach Antananarivo gebracht ”, so einer der anderen Mönche des Klosters. Die Einbrecher hatten es auf die Glocke abgesehen. Ein erster Einbruch konnte von den Kapuzinern vereitelt werden, denen es gelang, die Einbrecher zu vertreiben. „Sie rauben Glocken aus Kirchen, schmelzen sie ein und verkaufen das Metall auf dem Schwarzmarkt. Das ist ein sehr lukratives Geschäft, für das sie jetzt auch getötet haben“, so der Mönch, „doch wir werden nicht fliehen oder aufgeben!“

Gebet

Vater, bitte stell dich den Geschwistern auf Madagaskar zur Seite und stärke sie im Alltag. Bewahre sie vor Übergriffen und Gewalt, erhalte ihnen den Mut und Glauben.

Einwohner:
24,2 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Olivier Mahafaly Solonandrasana

Religion:

  • Christen 58,1%
  • Naturreligionen 39,2%
  • Muslime 2,1%
  • Agnostiker 0,3%
  • Andere 0,3%
 

 

Nicht mehr über Jesus zu reden, war keine Option für ihn.

Insgesamt acht Zeugen berichteten, dass mindestens fünf Täter an der Entführung des 62-jährigen Pastors Raymond Koh Keng Joo in der Stadt Petaling Jaya beteiligt waren. Sie kamen mit zwei schwarzen Geländewagen und zwangen Pastor Koh in eines der Autos. Währenddessen filmte ein Komplize das Geschehen, ein anderer hielt den Verkehr auf. Die gesamte Entführung soll weniger als eine Minute gedauert haben. Trotz der Zeugen weigerte sich die Polizei zunächst, eine Vermisstenanzeige aufzunehmen. Die Familie und die Freunde des Pastors sind vor allem auch deshalb verzweifelt, weil es keine Lösegeldforderung gab. „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, sagt seine Frau Susanna, und erklärt dann: „Raymond ist bereits vor einigen Jahren vom Islamministerium verhört worden, weil sie ihm vorwarfen, unter Muslimen zu evangelisieren. Zu dieser Zeit fanden wir auch eine Gewehrkugel im Briefkasten an unserem Haus. Aber nicht mehr über Jesus zu reden, war für Raymond keine Option.“

Gebet

Vater, bitte sei du selbst bei Susanna, der Familie und den Freunden von Raymond, um sie zu trösten. Und stärke sie in allem, dass ihr Glaube und ihr Vertrauen nicht wanken.

Einwohner:
30,3 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Najib Razak

Religion:
  • Muslime 56,5%
  • Chinesische Volksreligionen 18,4%
  • Christen 8,9%
  • Hindus 6,3%
  • Buddhisten 5,3%
  • Andere 4,6%
 

 

Er lebt nur deshalb noch, weil schnelle Hilfe kam.

Es war am frühen Abend, als Priester Miguel Angel Machorro sich noch in seiner Kirche aufhielt. Eben war der Gottesdienst zu Ende gegangen, den er mit seiner Gemeinde gefeiert hatte und er wollte noch dies und das erledigen. „Wir hörten plötzlich aufgeregte Stimmen und Geschrei aus der Kirche“, berichtet einer der Gläubigen, der sich mit anderen bereits außerhalb des Gebäudes auf dem Vorplatz aufhielt. „Als einige von uns zurück in die Kirche liefen, bot sich uns ein schreckliches Bild. Ein etwa 30jähriger Mann hatte den Priester mit einem Messer angegriffen und stach immer noch auf ihn ein. Es war schlimm. Alles war voller Blut.“ Nur durch das rasche zur Hilfe kommen der Gläubigen konnte der Angreifer überwältigt und die Polizei und der Notarzt gerufen werden. „Unser Bruder wurde schwer verletzt“, so ein Sprecher der mexikanischen Bischofskonferenz, „Gott sei Dank aber konnte ihm schnell geholfen werden. Nur deshalb lebt er noch!“

Gebet

Vater, danke, dass du Miguel Angel Machorro bewahrt und sein Leben gerettet hast. Lass ihn wieder ganz gesund werden und über dieses Attentat hinaus deine Güte erleben

Einwohner:
127 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Enrique Peña Nieto

Religion:
  • Christen 95,9%
  • Agnostiker 2,7%
  • Naturreligionen 1,1%
  • Muslime 0,1%
  • Atheisten 0,1%
  • Andere 0,1%    
 

 

Gott sei Dank wurde trotz großen Schadens niemand verletzt.

Sie kamen mitten in der Nacht. Pater Silas Bogati berichtet später, wie mindestens drei Personen in den Hof der kleinen Kirche eindrangen und dort zwei Motorräder und ein Auto mit Benzin in Brand setzten. Gleichzeitig übergossen sie die Wände und die Tür der Kirche mit Benzin. Dadurch entstanden schwere Schäden. Im Inneren des Pfarrhauses hielten sich zu dieser Zeit 10 Personen auf. „Gott sei Dank sind die Fahrzeuge, die sie in Brand gesetzt haben, nicht explodiert, während die Leute evakuiert wurden“, sagt Silas. „Es hätte tragisch enden können. Das Gebäude wurde durch das Feuer weitgehend beschädigt, aber es wurde Gott sei Dank niemand verletzt. Von Zeit zu Zeit werden wir hier diskriminiert, weil wir Christen sind. Leider gibt es in einigen Bereichen der Gesellschaft anhaltende und neu aufflackernde feindselige Gefühle gegenüber den christlichen Gemeinschaften. Wir vertrauen auf Gott, aber was geschehen ist, mahnt uns alle zur Vorsicht.“

Gebet

Vater, wir danken dir für die Bewahrung während dieses Anschlages und bitten dich, gib den Geschwistern deinen Frieden ins Herz und die Kraft der Liebe und Vergebung.

Einwohner:
28,5 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Sher Bahadur Deuba

Religion:
  • Hindus 66,3%
  • Naturreligionen 13,2%
  • Buddhisten 12,2%
  • Muslime 4,1%
  • Christen 3,8%
  • Agnostiker 0,3%
  • Andere 0,1%
 

 

Wir geben unseren Glauben an Jesus Christus nicht auf.

Der katholische Bischof Joseph Bagobiri aus Kafanchan im Bundesstaat Kaduna hat sich besorgt über Angriffe auf Christen durch Angehörige des muslimischen Volksstamms der Fulani geäußert. Die meisten Fulani sind Viehhirten und teilweise in den vergangenen Jahren von Islamisten unterwandert worden. Wie der Bischof sagte, zerstören die Fulani Ackerflächen und Häuser der zumeist christlichen Bauern, misshandelten und töteten Menschen. Die Attacken erfolgen oft während der Gottesdienste. „Sie kamen im Dorf Asso in der Nähe der Provinzhauptstadt Kaduna mitten in die Versammlung der Christen“, so Bagobiri, „und töteten zwölf Menschen. Die Täter, die mit zumeist neuen und hochwertigen Waffen angegriffen haben, sind zwar erkannt, aber nicht festgenommen worden. Das kann doch nur bedeuten, dass die Regierung da irgendwie mit drin hängt. Wir machen uns Sorgen um unsere Sicherheit, aber wir geben unseren Glauben an Jesus Christus nicht auf!“

Gebet

Vater, wir bitten dich für die Familien und Freunde der getöteten Geschwister. Bitte tröste sie in ihrem Schmerz und stärke ihren Glauben und ihre Hoffnung auf dich.

Einwohner:
182,2 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Muhammadu Buhari

Religion:
  • Christen 46,2%
  • Muslime 45,9%
  • Naturreligionen 7,6%
  • Agnostiker 0,3%

 

 

Sie wollte Gott zusammen mit ihrer Familie anbeten.

Sie wusste, was es hieße, zurück nach Nordkorea zu gehen. Aber Myoung-Hee wollte, dass ihre Familie weiß, dass sie jetzt Christ ist. Und das obwohl sie lange geglaubt hatte, dass der Glaube an Gott nichts Gutes bringt. Sie war noch sehr jung, als sie erfuhr, dass ihr Onkel wegen seines Glaubens hingerichtet worden war. Myoung-Hee war augenblicklich klar: Die Religion hatte ihren Onkel getötet – und mit so einem Glauben wollte sie nichts zu tun haben. Viele ihrer Verwandten waren Christen, auch die Eltern, sie konnte es nicht fassen und versuchte, das Land zu verlassen. Dabei wurde sie von Menschenhändlern aufgegriffen und an einen chinesischen Bauern verkauft. Dessen Mutter schlich sich immer wieder fort, Myoung-Hee folgte ihr und landete in einem Gottesdienst. Sie hörte genau zu, will mehr über Gott wissen und vertraute sich ihm schließlich an. Danach ging Myoung-Hee freiwillig zurück zu ihrer Familie nach Nordkorea, um gemeinsam mit ihnen Gott zu loben.

 

Gebet

Vater, wir bitten dich für Myoung-Hee und ihre Familie. Bewahre sie in der Liebe zu dir und lass sie für die Menschen um sie herum zu einem leuchtenden Vorbild sein.

Einwohner:
25,2 Millionen

Regierungschef:
Kim Jong Un

Religion:

  • Agnostiker 56,9%
  • Atheisten 15,6%
  • Naturreligionen 12,3%
  • Christen 1,0%
  • Buddhisten 1,5%
  • Andere 12,7%
 

 

Die Veranstaltungen erfreuten sich wachsender Beliebtheit.

Babu Shahbaz aus Kamahan in der Nähe von Lahore wurde wegen angeblicher Blasphemie von der Polizei festgenommen. Der Muslim Haji Nadeem hatte auf der Grundlage des sogenannten Blasphemieparagraphen 295 b des pakistanischen Strafrechts Anzeige gegen ihn erstattet. Er beschuldigt ihn, Seiten aus dem Koran gerissen und auf die Straße geworfen zu haben. Babu Shahbaz ist 41 Jahre alt, überzeugter Christ, verheiratet und hat drei Kinder. Während der vergangenen 15 Jahre lud er immer wieder zu Gebetstreffen in seinem Haus ein. Viele Christen und Muslime nehmen an diesen privaten häuslichen Veranstaltungen teil und bitten um einen besonderen Segen. Die wachsende Beliebtheit von Babu Shahbaz war jedoch vielen Muslimen ein Dorn im Auge. „Wir hoffen, dass die Angelegenheit baldmöglichst aufgeklärt wird“, so ein Bekannter, „denn andernfalls erwartet Shahbaz dasselbe Schicksal wie Asia Bibi und vieler anderer, die unschuldig seit Jahren in Haft sind.“
 

Gebet

Herr Jesus, wir bitten dich für Babu und seine Familie. Wir bitten, dass sein Leben und Handeln für die Menschen um ihn herum ein sichtbares Zeichen deiner Güte sind.

Einwohner:
188,9 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Mohammad Nawaz Sharif

Religion:
  • Muslime 96,3%
  • Christen 2,0%
  • Hindus 1,3%
  • Andere 0,4%
 

 

Wir können nicht mehr gefahrlos aufs Meer und fischen.

Zwölf schwer bewaffnete Männer auf vier Motorbooten näherten sich einem Fischerboot der Sama-Gemeinschaft und brachten es auf hoher See vor Zamboanga in ihre Gewalt. Sie wollten sehen, was sich an Bord befindet und ob sich mit Boot oder Mannschaft ausreichend viel Geld erpressen ließe. Es entbrannte eine heftige Auseinandersetzung, in deren Folge die Piraten den muslimischen Besatzungsmitgliedern befahlen, sich von den Christen abzusondern und diese zu fesseln. Danach mussten die Muslime über Bord springen, um bis zur nächstliegenden Insel zu schwimmen. Die Christen wurden kaltblütig ermordet. „Wir haben große Angst“, erklärt einer der muslimischen Fischer die Situation. „Wir können nicht mehr gefahrlos aufs Meer, die Familien unserer christlichen Kollegen und Freunde stehen jetzt ohne Männer, Väter und Einkommen da.“ Die getöteten Christen gehörten zu einer armen, verachteten Ethnie, die im muslimischen Teil der Insel Mindanao lebt.

 

Gebet

Vater, wir beten für die Familien der ermordeten Fischer und besonders für die Kinder, die jetzt ohne Vater aufwachsen müssen. Nimm du dich ihrer an und stärke sie.

Einwohner:
100,7 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Rodrigo Duterte

 

Religion:

  • Christen 90,6%
  • Muslime 5,5%
  • Naturreligionen 2,3%
  • Agnostiker 0,8%
  • Atheisten 0,2%
  • Buddhisten 0,1%
  •  Andere 0,5%

 

 

 

Jesus zu folgen hat mich viel gekostet, aber es hat sich gelohnt.

Sie wurde mit ihrem älteren Bruder aus einem kleinen Dorf zu ihrem Onkel in die Stadt gebracht. Dieser sollte sich um sie kümmern, weil ihr Vater gestorben war. Als Amara dort die Nachbarn kennenlernt, entdeckt sie schnell, dass diese weder Somalis noch Muslime sind. Und obwohl der Onkel es nicht gerne sieht, freundet sich das Mädchen mit der Nachbarsfamilie an. Sie beobachtete, wie diese Menschen ganz natürlich mit Jesus lebten und zu ihm sprachen. Als Amara anfing, den Islam zu hinterfragen, schickte der wütende Onkel sie in ihr Dorf zurück, wo der Imam eine Säuberungszeremonie an ihr vollziehen sollte. Nach den Schlägen ihres Bruders, nach allen Zweifeln am Koran und nach dieser Zeremonie in der Moschee beschloss sie schließlich, fortzulaufen und zu schauen, ob sie Christus finden könnte. Dabei erinnerte sie sich an die einfachen Gebete der Christen, betete ebenso und fand Jesus. „Dafür musste ich viel aufgeben“, sagt sie, „aber es hat sich gelohnt.“

Gebet

Herr Jesus, danke, dass du Amara zu dir gezogen hast und sie in dir ein neues Leben finden konnte. Mache sie bitte zu einem leuchtenden Vorbild für viele um sie herum.

Einwohner:
10,8 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Hassan Ali Khaire

Religion:
  • Muslime 99,8%
  • Andere 0,2%
 

 

Wir werden uns weiterhin treffen und unter einem Baum beten.

Zuerst wurden die Gläubigen nur mit Worten bedroht, dann mit Messern, Holzstöcken und Eisenstäben. Danach zerstörte eine Gruppe militanter Buddhisten im Dorf Paharaiya im Norden des Landes die Kirche des Gebetszentrums „Haus Christi“. Angeführt wurden die Angreifer von einem Mönch. Der Leiter der Kirche, Kamal Wasantha, erklärte nach dem Vorfall, dass die 15 betroffenen christlichen Familien sowie 20 weitere Kirchgänger zwar nun keinen Gottesdienstraum mehr hätten, aber dass sie dennoch keinen Wunsch nach Vergeltung verspürten. Für das Gericht sei allein Gott zuständig: „Wir werden uns weiterhin treffen und unter einem Baum beten.“ Es gebe Dorfbewohner, die es nicht tolerierten, wenn Buddhisten zum Christentum übertreten wollten, so Wasantha, der selbst einst Buddhist war. Das Gebetshaus wurde vor 15 Jahren erbaut und bislang noch nie angegriffen. „Dass es jetzt soweit gekommen ist“, sagt er, „wird unseren Glauben nicht erschüttern.“

 

Gebet

Jesus Christus, danke, dass du die Gläubigen in Paharaiya bewahrt hast und ihnen persönlich kein Leid zugefügt wurde. Bewahre sie auch im Glauben und Zeugnis.

Einwohner:
20,7 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Maithripala Sirisena

Religion:

  • Buddhisten 68,8%
  •  Hindus 13,1%
  • Muslime 8,6%
  • Christen 8,9%
  • Agnostiker 0,5%
  • Atheisten 0,1%
 

 

Das ist eine dramatische Eskalation und Zuspitzung.

Gemeinsam mit der Polizei kam eine vermutlich von einem muslimischen Investor angeheuerte Schlägertruppe auf das Gelände einer christlichen Schule und richtete ein Blutbad an. Dabei wurden 13 jugendliche Gläubige, die bereits zwei Wochen gegen die drohende Schließung und Zerstörung der Einrichtung der presbyterianischen evangelischen Kirche protestiert hatten, festgenommen. Der Christ Yunan Abdallah kam durch mehrere Messerstiche ums Leben. Die Grundstücke, auf denen Christen Schulen oder Kirchen errichtet haben, werden heute häufig von muslimischen Investoren als deren Eigentum beansprucht. Behörden und Polizei unterstützen diesen Vorgang und behaupten, die Gebäude seien illegal errichtet worden, und räumen die Grundstücke. Dabei gehen sie rücksichtslos gegen die Gläubigen vor. „Das Yunan sterben musste“, so ein Kirchenvertreter, „ist eine dramatische Eskalation und Zuspitzung. Er hat sein Leben verloren, weil er als Christ im Weg stand.“

Gebet

Herr Jesus, wir bitten dich für die Geschwister im Sudan. Dass sie auch weiterhin ihren Glauben leben und in ihren Kirchen und Schulen unterrichten und lernen können.

Einwohner:
40,2 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Umar al-Baschir

Religion:

  • Muslime 91,2%
  • Christen 5,0%
  • Naturreligionen 2,8%
  • Agnostiker 1,0%
 

 

Ich weiß, dass Gott uns stärken will. Wir geben nicht auf!

„Als er morgens zur Arbeit ging, war er unbeschwert und fröhlich“, beschreiben Linos Nachbarn den Tag, an dem sie ihn zuletzt lebend gesehen haben. Der Mitarbeiter einer Kirche in Lomin im Bezirk Kajo-Keji hatte wie gewöhnlich alles für die Andacht vorbereitet. Als die Gläubigen sich versammelt hatten und beteten, stürmte eine Gruppe bewaffneter Angreifer den Raum. „Sie schossen wild um sich“, sagt ein der Überlebenden, „und töteten Lomin und fünf weitere von uns.“ Der Pfarrer der Gemeinde, J. Aranda, steht erschüttert in seiner kleinen Kirche und berichtet: „Ich bin noch nicht lange hier im Einsatz. Jetzt sind sechs Menschen gestorben, viele Gläubige sind aus Angst und Sorge vor weiteren Übergriffen geflohen, die meisten ins benachbarte Uganda. Ich weiß nicht, wie es hier weitergehen kann. Ich weiß nur, dass Gott uns stärken will und wir unseren Glauben nicht einfach aufgeben können, nur weil man uns eine Waffe an den Kopf hält. Gott steh uns bei.“

Gebet

Jesus, wir bitten dich, die Menschen im Südsudan zu beschützen und vor der Gewalt zu bewahren. Erhalte ihnen ihr Leben, erhalte ihnen ihren Glauben und die Hoffnung.

Einwohner:
12,3 Millionen

Regierungschef:
Präsident
Salva Kiir Mayardit

Religion:

  • Muslime 6,2%
  • Christen 60,5%
  • Naturreligionen 32,8%
  • Andere 0,5%
 

 

Sie können uns nicht aufhalten, auch durch ihre Schläge nicht.

Sie kam am helllichten Tag und hinterließ Verwüstung und Angst. Die tadschikische Geheimpolizei trat zu einer Razzia in einer protestantischen Kirche in der Stadt Chudschand im Norden des Landes an, verhaftete Pastor Bakhrom Kholmatov, verhörte und verprügelte einige Gemeindemitglieder. „Wir waren völlig überrascht“, sagt einer von ihnen später. „Sie kamen ohne Ankündigung, waren extrem gereizt und brutal. Dabei hatten wir nichts Verbotenes getan. Die Polizisten beschlagnahmten unsere christlichen Liederbücher mit der Begründung, ihr Inhalt sei „extremistisch“. Sie machten Filmaufnahmen und notierten die Personalien der Anwesenden, weil man uns für staatsgefährdend hält. Sie wollen, dass wir in Angst und Schrecken leben und unsere Gemeinde nicht wächst, am liebsten würden sie alle Gemeinden schließen und verbieten. Aber sie können nicht verhindern und aufhalten, dass wir zusammenkommen und Jesus verkündigen, auch durch ihre Schläge nicht!“

Gebet

Jesus, wir bitten dich für die Geschwister, die geschlagen wurden und in Angst und Schrecken leben, dass du ihnen Mut und Kraft gibst, in all dem treu zu dir zu stehen.

Einwohner:
8,5 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Kokhir Rasulsoda 

Religion:

  • Muslime 97,1%                                     
  • Agnostiker 1,5%                                   
  • Christen 0,8%
  • Atheisten 0,4%
  • Andere 0,1%
 

 

Die Entwicklung ist dramatisch, das hat es so noch nicht gegeben.

Im Südosten des Landes sind mehr als 50 Kirchen und Klöster sowie deren Liegenschaften und Friedhofsgrundstücke von der Regierung beschlagnahmt worden. „In der Region leben seit fast 2.000 Jahren aramäische Christen, die auch noch die Sprache Jesu sprechen“, erklärt Daniyel Demir, Vorsitzender des Bundesverbandes der Aramäer, der den Vorgang als beispiellos bezeichnet. Die Entwicklung sei dramatisch, eine solche Enteignungswelle habe es noch nicht gegeben. Nun könne die Behörde aramäisches Kulturerbe aus den frühen Jahrhunderten „an Dritte veräußern, in Museen verwandeln oder auch zu Moscheen umwidmen“. Es sei zudem unklar, ob die Christen künftig eine Genehmigung beantragen müssen, wenn sie in ihren Kirchen Gottesdienst feiern wollen. Die Europaabgeordnete Renate Sommer sagt dazu: „Ganz offensichtlich arbeitet die türkische Regierung daran, die Minderheit der Aramäer im Land nicht nur zu drangsalieren, sondern regelrecht auszulöschen.“

Gebet

Herr Jesus, wir bitten dich für die Christen im Land, dass du ihnen den Mut zum Zeugnis behältst. Lass sie auch weiterhin als deine Kinder sichtbar wahrzunehmen sein.

Einwohner:
78,7 Millionen

Regierungschef:
Staatspräsident
Recep Tayyip Erdoğan

Religion:

  • Muslime 98,4% 
  • Agnostiker 1,0%
  • Christen 0,2% 
  • Andere 0,3%
  • Atheisten 0,1%
 

 

Sie kam zum Bibelstudium und verriet die anderen Frauen.

Sieben Beamte, darunter drei uniformierte Polizisten, drangen in die Wohnung der Christin Jelena Potorochina in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein, in der sich fünf Frauen zu einem Glaubensgespräch unter der Leitung der russischen Staatsbürgerin Tatjana Bezhenova versammelt hatten. Die Beamten durchsuchten die Wohnung und beschlagnahmten christliche Bücher, mehrere Notizbücher, einen Laptop, eine Festplatte und eine Kamera und nahmen Frau Bezhenova ihren russischen Pass ab. Kurz darauf wurde sie ohne gerichtliche Anordnung nach Russland abgeschoben. Jelena Potorochina wurde wegen Durchführung nicht genehmigter religiöser Aktivitäten zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 monatlichen Mindestgehältern verurteilt, die später auf 5 Gehälter reduziert wurde. „Aufgrund ihres Verhaltens vermuten wir“, so ein Gläubiger, „dass eine der Frauen als Informantin für die Behörden gearbeitet und die anderen verraten hat. Wir können nie sicher sein.“

Gebet

Vater, die Situation ist nicht leicht, immer wieder müssen deine Kinder damit rechnen, verraten zu werden. Bitte ermutige sie und lass sie immer neu vertrauen.

Einwohner:
29,9 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Shavkat Mirziyayev  

Religion:

  • Muslime 94,2%
  • Agnostiker 3,3%
  • Christen 1,2%
  • Andere 1,2%
  • Atheisten 0,2%

 

 

Sie wollten mich mit aller Gewalt davon abhalten, Hilfe zu suchen.

Pastor Nguyen Cong Chinh wurde zu elf Jahren Haftstrafe verurteilt. Die Anklage: er hätte die nationale Sicherheit gefährdet. In der Haft wurde er immer wieder schwer misshandelt, sowohl von Mitgefangenen als auch von Polizisten. Dabei kamen Stöcke, Pfeffergas und Elektroschocker zum Einsatz. Gefangene, die sich weigerten, Cong Chinh zu schlagen, wurden selbst geschlagen. Man nahm Chinh seine Bibel weg und verbot ihm, in der Zelle zu beten. Wurde er dabei erwischt, folgten weitere Schläge. Dann verlegte man ihn in das T20-Gefängnis in der Gia Lai-Provinz in der im Süden gelegenen An Phuoc-Provinz, wo es noch härter zuging. Seine Frau wird systematisch verfolgt, verhört und geschlagen. „Sie wollten mich davon abhalten, mich mit dem UN-Botschafter für internationale Religionsfreiheit zu treffen“, sagt sie, „aber ich traf ihn dennoch, um ihn um Hilfe zu bitten. Dies brachte mir von der Polizei mehrere Schläge ein. Aber ich musste es dennoch tun.“

Gebet

Lieber Vater, bitte bewahre unseren Bruder Cong Chinh in der Haft und erhalte ihm die Gesundheit. Stärke seinen Glauben, den seiner Frau und bringe sie wieder zusammen.

Einwohner:
92,1 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Nguyen Xuan Phuc

Religion:

  • Atheisten 72,3%
  • Buddhisten 18,4%
  • Christen 6,7%
  • Andere 2,6%
 

 

Unser Glaube ist stärker als die ständige Schikane.

Robert Maciejewski war fast zehn Jahre lang als Pfarrer in Mstislav tätig, bevor ihn die Behörden plötzlich und unerwartet des Landes verwiesen. Er musste gehen, weil eine Verlängerung seiner Genehmigung zur Vornahme religiöser Handlungen abgelehnt worden war. „Er ist nicht der Erste, den dieses Schicksal ereilt,“ berichtet ein Sprecher der Bischofskonferenz. „Wir sind hier völlig der Willkür der Behörden ausgeliefert, sie wollen uns demoralisieren. Einer unserer Brüder war 28 Jahre lang hier und tat seinen Dienst und musste dann gehen. Wenn sie einem die Genehmigung nicht mehr geben wollen, dann brauchen sie nicht einmal einen Grund angeben. Staatsbeamte haben mehrmals zum Ausdruck gebracht, dass es ihr Ziel ist, die Anzahl der ausländischen Priester zu reduzieren. Ein echter Kampf also gegen die Kirche und ihre Vertreter. Aber wir werden uns nicht kleinkriegen lassen. Unser Gott ist groß und unser Glaube stärker als diese ständige Schikane.“

Gebet

Herr Jesus, bitte bewahre die Geschwister vor Entmutigung. Halte sie fest bei dir und lass sie im Glauben wachsen, auch wenn man ihnen ihre Pfarrer immer wieder nimmt.

Einwohner:
9,5 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Andrej Kabjakou

 

Religion:
  • Christen 76,8%
  • Agnostiker 20,2%
  • Atheisten 2,6%
  • Muslime 0,3%
  • Juden 0,1%
 

 

Wir wollen unserem Glauben treu bleiben und vergeben.

Etwa 4.000 Flüchtlinge lebten nach brutalen Übergriffen auf Christen bereits im Flüchtlingslager, dann kamen weitere 14.000 dazu. Mit Stroh, Ästen und aus Säcken zusammengenähten Planen haben sie kleine Hütten errichtet, die ein wenig Schutz vor Sonne und Regen, aber kaum Privatsphäre bieten. „Das Leben für die Christen in den von der Seleka-Miliz kontrollierten Gebieten ist unsicher und von Angst geprägt“, berichtet Pastor Enza, dessen Haus und Kirche ebenfalls von den Rebellen zerstört wurden. Er deutet auf zwei Strohhütten. In der einen wohnt seine eigene Familie, in der anderen die seines Bruders. Daneben eine Konstruktion aus Ästen und Stroh: „Das ist meine Kirche.“ Hier leitet er nicht nur Gottesdienste, sondern gibt auch Unterricht. „Ich ermutige die Studenten, weiter zu lernen. Sie müssen ihrem Glauben treu bleiben und eine vergebende Haltung haben. Gottes Wort lehrt uns zu beten, dass Gott die Herzen unserer Feinde verändert.“

Gebet

Herr Jesus, wir bitten dich für die Geschwister um Pastor Enza herum. Dass du sie im Glauben stark sein lässt, dass sie lieben und Vergebung leben können.

Einwohner:
4,9 Millionen

Regierungschef:
Premierminister
Simplice Mathieu Sarandji

Religion:

  • Christen 73,0%
  • Naturreligionen 12,2%
  • Muslime 13,9%
  • Agnostiker 0,7%
  • Andere 0,2%