Erschütterndes Leid – unglaubliches Gottvertrauen
Pakistan

Erschütterndes Leid – unglaubliches Gottvertrauen

Ein HMK-Mitarbeiter ist nach Pakistan gereist. In einem Interview berichtet er von Christen, die trotz Verfolgung an ihrem Vertrauen zu Gott festhalten. Artikel ansehen

"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."

Markus 6,33

Liebe Leser,

die Berichte über verfolgte Christen fordern uns heraus. Für die Geschichten in dieser Ausgabe der Stimme der Märtyrer gilt das, wie ich finde, ganz besonders. Es geht um Männer und Frauen, die wählen müssen zwischen Jesus und ihrer Familie. Sie müssen lernen, was Jesus so beschreibt: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert (Matthäus 10,37).“

Da sind beispielsweise Jawed und Madiha aus Pakistan. Sie haben beschlossen, mit ihren drei kleinen Mädchen in eine Gegend zu ziehen, die aufgrund der dort ansässigen Terroristen gefürchtet ist. Als Christen werden sie in ihrem Heimatland ohnehin schon benachteiligt, nun haben sie mit zusätzlicher Anfeindung zu kämpfen. Immer wieder bewerfen militante Muslime ihr Haus mit Steinen und drohen damit, ihre Töchter zu entführen und zu vergewaltigen – vor allem dann, wenn Jahwed arbeiten geht und seine Frau allein zuhause ist. Ein HMK-Mitarbeiter hat das Ehepaar besucht, lesen Sie hier seine Eindrücke dazu.

Oder der Bericht über Linh aus Vietnam: Jedes Wochenende lässt sie ihre vier Kinder allein zu Hause, um fünf Stunden lang in ein Dorf zu fahren, das sich damit brüstet, besonders „kommunistisch“ zu sein. Während sie dort ist, drohen ihr immer wieder Verrat und Gefängnis. Sollte sie dabei erwischt werden, wie sie das Evangelium verkündet, müssten ihre Kinder ganz ohne ihre Mutter auskommen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Warum sind diese Christen dazu bereit, solche Risiken einzugehen? Wie kann ihnen Jesus so wichtig sein? Auf den ersten Blick können wir das vielleicht kaum verstehen. Aber: Diese Christen haben ein Ziel vor Augen. Es ist ihr brennender Wunsch, das ewige Leben, das sie selbst in Jesus gefunden haben, weiter zu geben. Sie hoffen darauf, dass sich Menschenherzen verändern und die ganze Gegend durch das Licht des Evangeliums hell gemacht wird. Sie wollen Gottes Reich bauen.

Natürlich bedeutet das nicht, dass sie ihre Ehepartner oder Kinder nicht lieben, oder, dass sie nicht für sie sorgen. Es geht nicht um eine Abwertung der Familie – sondern um eine Aufwertung von Gottes Reich: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes! Der Herr ist so gut, so heilig und so würdig: Ihm gebührt der erste Platz. Ja, wir wollen unsere Ehepartner lieben. Ja, wir wollen für unsere Familie sorgen. Aber zuallererst wollen wir Gott die Ehre geben mit unserem Leben.

Für mich ist das eine große Herausforderung. Sie besteht darin, Gott völlig zu vertrauen, weil ich weiß, dass er es gut macht, wie es auch kommt. Er meint es gut mit uns. Er liebt uns. Ich weiß, dass er mich und auch meine Lieben mit allem versorgt, was nötig ist – und dass er uns nie verlassen wird.

In dieser Gewissheit grüße ich Sie herzlich,

Manfred Müller

Ausgabe Oktober 2019

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Das Magazin gibt den um ihres Glaubens Willens verfolgten und bedrängten Christen eine Stimme durch ...

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