Gottes Wort in der Hölle
Iran

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„Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.“

Kolosser 3,16

 

Liebe Leser,

wie lernen Menschen Christus kennen? Durch sein Wort. Aber was, wenn das Wort Gottes gar nicht verfügbar ist? In einem Missionsbericht hörte ich folgende Geschichte: In der Mongolei träumte ein Mann von Jesus. Er hatte keine Ahnung, wer Jesus war, aber er wollte unbedingt diesen Jesus kennenlernen. So fragte er verschiedene Menschen: „Kennst Du Jesus?“ Keiner konnte ihm helfen. Eines Tages kam ein Missionsteam in sein Dorf, klopfte an seine Tür und fragte ihn: „Dürfen wir Ihnen etwas von Jesus erzählen?“ Bewegt hörte er zu. Als die Geschwister ihm dann noch ein Neues Testament schenkten, war er überwältigt: „Ein ganzes Buch über Jesus?!“

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was für einen unglaublichen Schatz wir mit der Bibel haben? Unzählige Christen auf der ganzen Welt besitzen keine eigene Bibel, etwa weil Regierungen es ihnen verbieten oder aber ihr Umfeld es nicht zulässt. Dabei brauchen sie doch Gottes Wort gerade in den Verfolgungssituationen. Was sonst soll ihnen Kraft und Zuversicht geben? Viele sind deshalb sogar bereit, ihre Freiheit oder gar ihr Leben zu riskieren, um eine Bibel zu besitzen.

In dieser Ausgabe der Stimme der Märtyrer lesen Sie, wie Christen heimlich Bibeln in verschlossene Gebiete schmuggeln – auf handgeschriebenen Papierseiten, in digitaler Form ... Die Hilfsaktion Märtyrerkirche hilft seit 50 Jahren, Bibeln und biblische Literatur in Länder zu bringen, in denen Christen unter Verfolgung leiden. Wie wichtig das ist, berichtet Sabina Wurmbrand, die Frau des Gründers unserer Arbeit, anhand ihrer Erlebnisse im Gefängnis: „Nach der Arbeit kamen die Frauen etwa zu gläubigen Gefangenen und baten, ja bettelten um eine Geschichte aus der Bibel, an die wir uns erinnerten. Wir besaßen keine Bibel. Wir selber hungerten danach mehr als nach Brot. Wie wünschte ich, mehr davon auswendig gelernt zu haben! Aber wir wiederholten täglich jene Stellen, die wir kannten. Manchmal des Nachts, wenn wir Gebetsstunden abhielten. Auch andere Christinnen hatten, wie ich, längere Stücke des Bibeltextes dem Gedächtnis eingeprägt, wohl wissend, dass die Verhaftung bald bevorstand.“

Wie dankbar dürfen wir sein, dass wir ein ganzes Buch über Jesus haben. Nutzen wir das! Lesen wir in der Bibel! Lassen wir das Wort Christi reichlich unter uns wohnen: Lehren und ermahnen wir einander in aller Weisheit; singen wir mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern Gott dankbar in unseren Herzen. Geben wir diesen Schatz weiter! Helfen wir denen, die Jesus noch nicht kennen, ihn kennenzulernen. Und helfen wir denen, die keine Bibel haben! Danke für Ihre Gebete und Ihre Mithilfe!

Möge der HERR uns helfen, seine Zeugen zu sein!

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe Mai 2019

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„Stimme der Märtyrer“ – Das Magazin der Hilfsaktion Märtyrerkirche

Das Magazin gibt den um ihres Glaubens Willens verfolgten und bedrängten Christen eine Stimme durch ...

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