Schmuggler wider Willen
Nordkorea

Schmuggler wider Willen

Als Min-jae darum gebeten wird, Bibeln nach Nordkorea zu schmuggeln, zögert er. Der Christ weiß: Es könnte schlimm für ihn enden. Artikel ansehen

„Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ Psalm 46,2

Liebe Leser,

Corrie ten Boom (1892 – 1983) hielt trotz schwerer Schicksalsschläge ihr Leben lang an ihrem Glauben fest. Während der deutschen Besetzung im zweiten Weltkrieg versteckte sie zusammen mit ihrer Schwester Betsie Juden in ihrem Haus und bewahrte sie so vor dem Holocaust. Dafür kamen sie ins Konzentrationslager Ravensbrück. Während ihre Schwester dort umkam, überlebte Corrie die Lagerhaft – und trug zeit ihres Lebens Gottes Botschaft von Liebe und Vergebung in die Welt hinaus. 1974 schrieb sie in einem Brief:

„Als kleines Mädchen ging ich zu meinem Vater und sagte: ‚Papa, ich fürchte, dass ich nie stark genug sein werde, um als Märtyrer für Jesus Christus zu sterben.‘ – ‚Sag mir‘, sagte der Vater, ‚Wenn du mit dem Zug nach Amsterdam fährst, wann gebe ich dir das Geld für die Fahrkarte? Drei Wochen vorher?‘ – ‚Nein, Papa, du gibst mir das Geld für die Fahrkarte kurz bevor wir in den Zug steigen.‘ – ‚Das ist richtig,‘ sagte mein Vater, ‚und so ist es mit der Kraft Gottes. Unser Vater im Himmel weiß, wann du die Kraft brauchst, um als Märtyrer für Jesus Christus zu sterben. Er wird dir alles zur rechten Zeit zur Verfügung stellen, was du brauchst.‘“

Und genau das hat Corrie ten Boom erlebt: Mitten in der schweren Zeit als KZ-Häftling begleitete Gott sie und gab ihr die Kraft, die sie brauchte. Er war es auch, der ihr viele Jahre später die Stärke gab, dem Mann die Hand zu reichen, der einst einer ihrer KZ-Aufseher war, und ihm von ganzem Herzen Vergebung zuzusprechen.

Min-Jae aus Nordkorea schmuggelte Bibeln in sein Heimatland und riskierte damit ebenfalls, in einem Konzentrationslager zu landen. Als junger Christ hatte er zunächst nicht den Mut zum Bibelschmuggel, doch dann erinnerte er sich daran, dass sein Leben jetzt Jesus gehört, und entschied sich, dem Herrn zu vertrauen. Eine Familie bekehrte sich durch die heimlich nach Nordkorea gebrachten Bibeln – und erlebte dann schwere Verfolgung. Lesen Sie hier den Bericht.

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Die Berichte in dieser Ausgabe der Stimme der Märtyrer berichten von Leid und Schmerz. Und doch wird deutlich, wie Gott durch diese Zeit hindurchträgt. Er gibt uns die Kraft, die wir brauchen. Wohl dem, der ihm auch noch in tiefster Dunkelheit vertraut.

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe März 2020

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