Gefangen in Nordkorea – Wie ich im Straflager Gott erlebte
Nordkorea

Gefangen in Nordkorea – Wie ich im Straflager Gott erlebte

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„… denn du bist bei mir!“

Psalm 23,4

Liebe Leser,

Kenneth Bae hat Schweres erlebt, wie vor ihm unzählige treue Zeugen des Evangeliums auch. Aber er hat auch Wunderbares erlebt mit seinem Herrn und Gott. Paulus spricht an verschiedenen Stellen von der Leidensgemeinschaft mit Christus. Keiner von uns wünscht sich das Leid. Aber es ist ein Geheimnis der Gemeinschaft mit Jesus, dass sie sich oft gerade in den dunklen Stunden besonders bewährt: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ (Ps. 23,4)

Die bedrängte Gemeinde Jesu geht ihren Weg im Schatten des Kreuzes und Jesus geht mit. Im klaren Wissen um den antichristlichen Hass der Welt sind durch die ganze Missions- und Kirchengeschichte hindurch Christen unter großen Gefahren hinausgegangen, um das Evangelium zu verkündigen, und sie tun es bis heute – gerade auch in den Ländern der Märtyrer. So trägt die bedrängte Gemeinde in ihrem Verfolgungsleiden das Kreuz. Aber sind wir auch bereit, im Gehorsam gegenüber Jesus das Kreuz auf uns zu nehmen und ihm zu folgen, koste es was es wolle?

Im vergangenen Jahr hat mich die Geschichte von John Chau tief bewegt. Vielleicht erinnern Sie sich: Mitte November letzten Jahres wurde der junge amerikanische Missionar John Allen Chau bei dem Versuch, den Nord-Sentinelesen – einem von der Außenwelt völlig isoliert auf einer Insel im Indischen Ozean lebendem indigenen Volk – das Evangelium zu bringen, ermordet. „Ein Missionar, von Eingeborenen mit Pfeilen getötet – das klingt nach 19. Jahrhundert“, so der Deutschlandfunk zu der Nachricht und fragt weiter, „was für ein Glaube den jungen Missionar da eigentlich angetrieben hat“.

Die Antwort ist: Der Glaube an Jesus und der Gehorsam gegenüber dem Missionsauftrag. Der biblische Glaube, dieser echte, radikale Glaube, kann uns befremden. Dass einer hingeht und alles hergibt, um die eine Perle, den echten Glauben zu bekommen, das können wir kaum noch verstehen. Aber das tun die Märtyrer. Sie geben alles. Nur für diesen Glauben. Sie wissen, dass diese Welt vergeht, die kommende Welt aber bleibt. In dieser kommenden Welt sehen sie ihr Bürgerrecht. Das lassen sie sich um nichts in der Welt rauben. Und ihren Mitmenschen geben sie Zeugnis von dieser Hoffnung, von diesem Jesus.

Sicher, das Wort Märtyrer wirkt sperrig, anstößig, befremdlich. Aber es ist letztlich nicht nur das Wort, das befremdet, sondern auch die Sache. Wie kann man von Jesus, der nicht zu sehen ist, so überzeugt sein, dass man bereit ist, das, was zu sehen ist - ja das Leben selbst - dafür loszulassen? Allein durch den festen Glauben, dass Jesus lebt, der allein tragen kann im Leben und im Sterben.

Ich wünsche Ihnen diese Hoffnung und die Gewissheit, dass der Herr Jesus auch bei Ihnen ist!

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe März 2019

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