"Die türkische Gemeinde ist stark"
Türkei

"Die türkische Gemeinde ist stark"

David Byle wurde nach knapp 20 Jahren als Missionar aus der Türkei ausgewiesen. Er und seine Frau berichten über ihre Arbeit und den Neuanfang in Berlin. Artikel ansehen

"Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! ... Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben."

Offenbarung 2,10

Liebe Leser,

diese Ermutigung zur Furchtlosigkeit und zur Treue richtete Jesus an die christliche Gemeinde in Smyrna. Smyrna heißt heute Izmir und liegt, wie all die Orte, an die die Sendschreiben der Offenbarung gingen, in der Türkei. Als das Sendschreiben in der Gemeinde vorgelesen wurde, war vermutlich auch ein junger Mann namens Polykarp im Gottesdienst zugegen. Als späterer Bischof der Christen dieser Stadt blieb er im Jahre 155 n. Chr. während einer Christenverfolgung buchstäblich treu bis zum Tod und verbrannte auf dem Scheiterhaufen.

Necati Aydin, ein junger türkischer Christ, stammte ebenfalls aus der Provinz Izmir. Jesus Christus hatte den überzeugten Muslim in seine Nachfolge gerufen. Necati begann, Neue Testamente zu verteilen, und zog später mit seiner jungen Familie in die osttürkische Stadt Malatya, um dort für einen christlichen Buchverlag tätig zu werden und eine christliche Gemeinde aufzubauen. Im Jahr 2007 wurde er mit zwei anderen Christen, dem Türken Ugur Yüksel und dem Deutschen Tilmann Geske, aufgrund ihrer evangelistischen Aktivitäten brutal ermordet.

Die vor Ihnen liegende Ausgabe der Stimme der Märtyrer setzt den Schwerpunkt auf die Türkei. Ich bin überzeugt davon, dass gerade Christen in Deutschland eine besondere geistliche Verantwortung für dieses Land haben. Heute leben vermutlich rund drei Millionen Menschen in Deutschland, die persönlich oder deren Familien aus der Türkei stammen. Und vor 12 Jahren gingen zwei Türken und ein Deutscher gemeinsam für Jesus in den Tod.

Neben orthodoxen und katholischen Christen treffen sich heute mittlerweile rund 7000 Christen relativ unbehelligt in kleinen evangelischen Gemeinden. Laut türkischer Verfassung besteht Religionsfreiheit, aber der gesellschaftliche Druck ist groß, besonders auf die, die sich aus dem Islam heraus zu Jesus wenden. Auf Seite 10 werden vor allem die historischen Gründe für die tiefsitzenden Vorurteile gegen Christen beleuchtet. Wenn wir diesen Hintergrund berücksichtigen, dann ist jeder einzelne Mensch in der Türkei, der sich zu Christus wendet, ein besonderes Wunder, für das wir Gott danken können. Beispielhaft dafür berichtet eine türkische Christin aus Seite 8 von ihrem Weg zu und mit Jesus.

Ich möchte Sie ermutigen, besonders für die Christen in der Türkei zu beten, dass sie ohne Furcht vor möglichem Leiden Jesus treu bleiben und dadurch vielen anderen den Weg zu ihm zeigen. Seien Sie außerdem überzeugt, dass Gottes Wunder auch unter Türken in Deutschland geschehen können. Vielleicht will er gerade Sie dafür gebrauchen?! Und schließlich gilt auch für uns: „Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst … Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben."

Es ist schön, dass wir gemeinsam im Dienst für Jesus stehen können!

Ihr

Wolfgang Häde

Ausgabe Februar 2020

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