Ein Jahr nach den Oster-Anschlägen
Sri Lanka

Ein Jahr nach den Oster-Anschlägen

Dank zahlreicher Spenden konnte wir uns im vergangenen Jahr um die vielen Christen kümmern, die Opfer der Osteranschläge in Sri Lanka geworden waren. Jetzt haben wir noch einmal nachgefragt: Wie geht es den Betroffenen heute? Artikel ansehen

Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.

Johannes 11, 25-26
 

Liebe Leser,

Christen haben eine Hoffnung über den Tod hinaus. Das wird besonders deutlich an Ostern. Überall feiern Christen dieses Fest der Hoffnung und singen davon: „Keiner bebe! Der Erhöhte ruft uns zu; ich war tot und sieh ich lebe; leben, leben sollst auch du.“

Die Feinde der Gemeinde Jesu suchen sich immer wieder gerade die Ostergottesdienste aus, um mit brutaler Gewalt zuzuschlagen. So wie letztes Jahr in Sri Lanka. Selbstmordattentäter hatten innerhalb kürzester Zeit drei Kirchen und drei Luxushotels angegriffen. Die grausame Bilanz: etwa 250 Tote und über 500 Verletzte.

Die Überlebenden dieser Anschläge haben nicht nur Nachbarn, Freunde oder Verwandte verloren. Oft leiden sie selbst ihr Leben lang an dem Trauma und den Verletzungen, die sie davongetragen haben. Womöglich können Sie nie mehr ihrer gewohnten Arbeit nachgehen. Vielleicht verschlingen die Kosten für die medizinische Behandlung das letzte Ersparte.

Umso dankbarer bin ich für unseren Projektpartner in Sri Lanka, der nach den katastrophalen Ereignissen vor einem Jahr den Opfern sofort zu Seite stand und sie nun langfristig unterstützt. Unmittelbar nach den Attentaten rief er zu Blutspendeaktionen auf und half, an die völlig verstörten Familien Essen zu verteilen. Bis heute besuchen Mitarbeiter die Betroffenen regelmäßig, spenden Trost, beten mit ihnen und unterstützen sie finanziell. Lesen Sie hier mehr darüber.

Wenny hat einen Anschlag auf ihre Kirche in Indonesien vor zwei Jahren überlebt. Bis heute hat sie mit den Folgen der Verletzungen zu kämpfen und muss täglich Schmerzmittel einnehmen. Der tiefste Schmerz ist jedoch die Trauer um ihre Kinder: Sie hat beide Söhne verloren. Wie so viele Hinterbliebene quälen sie die Fragen. Obwohl sie weiß, dass Verfolgung zum Leben eines Christen dazugehört, ist es einfach zu schwer. Aber in all ihrem Schmerz hält Wenny an Gott fest – und hat für sich inzwischen einen Sinn darin gefunden, anderen von ihren Erlebnissen zu erzählen. Lesen Sie ihren Bericht hier.

Auch, wenn am Ende manchmal keine vollständige Heilung möglich ist, wenn Narben bleiben: Unsere Hoffnung geht über den Tod hinaus. Zu Ostern feiern wir den Sieg Jesu! Wer zu Jesus gehört hat das ewige Leben – in Gottes Reich, ohne Krankheit und ohne Leid, ganz nah am Vaterherz Gottes. So wird auch Wenny eines Tages ohne Schmerzen sein und ihre beiden Söhne wiedersehen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen frohe und gesegnete Ostern!

Ihr

Manfred Müller

Ausgabe April 2020

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