Libanon: Explosion in Beirut

05.08.2020


Heute Morgen erreichten Nachrichten von Christen im Libanon die HMK: „Wie lange soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen tragen Tag für Tag?“, zitierte ein Kontakt Psalm 13,3 in seiner Nachricht. Er berichtet von der Lage der Christen vor Ort und bittet um Gebet für das Land und die Christen.



Auch die Fenster einiger Gemeinderäume unseres Partners im Libanon wurden von der Druckwelle zerstört.

„Die Explosion, die gestern am späten Nachmittag am Hafen von Beirut stattfand, hat Zerstörung in apokalyptischem Ausmaß hinterlassen,“ schreibt er. „Große und wichtige Teile der Stadt liegen in Trümmern, es gleicht einem Kriegsgebiet. Fenster, Türen und Wände sind eingebrochen – die Druckwelle der Explosion war bis nach Zypern zu spüren.
Die Krankenhäuser sind nicht in der Lage, die Zahl der Verletzten und Verstümmelten zu bewältigen. Die Zahl der Todesopfer ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt, aber die materiellen Verluste gehen in die Milliarden Dollar.

Diese Katastrophe hätte für ein Land, das am Rande des finanziellen Zusammenbruchs und der sozialen Implosion steht, nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Zu alle dem sind die Corona-Fälle in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen.“


Der HMK-Kontakt bittet um Gebet für die folgenden Punkte:

„Bitte beten Sie:

- für diejenigen, die ihr Zuhause und ihre Angehörigen verloren haben, damit sie Trost und Heilung finden und die Kirche, die versucht, die Notleidenden zu unterstützen.

- für die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, die sich um die Verletzten kümmern und die Rettungsteams, die versuchen, Überlebende zu bergen.

- für die Politiker und die Verantwortungsträger des Landes

- für unsere Mitarbeiter, von denen auch einige verletzt wurden und unsere Gebäude für die Gemeindearbeit, die beschädigt wurden.“

 

Danke, wenn Sie mitbeten!

 

Zur Verfolgungssituation im Land:

Im Libanon selbst gibt es kaum Christenverfolgung, deshalb flohen neben vielen Tausend Bürgerkriegsflüchtlingen auch viele verfolgte Christen aus Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens in den letzten Jahren in den Libanon. Die HMK unterstütz Projekte im Libanon für christliche syrische Flüchtlinge.