Eritrea

89 pfingstkirchliche Christen verhaftet

In Eritrea sind 89 pfingstkirchliche Christen verhaftet worden. Die Festnahmen  erfolgten, als sich die Christen in ihren Hauskirchen trafen. Einige der Inhaftierten seien bereits seit einiger Zeit von der Regierung beobachtet, andere von ihren Nachbarn verraten worden. Das neomarxistische Regime unter Staatschef Isayas Afewerki geht vor allem gegen missionarisch aktive Christen vor, die als staatszersetzend angesehen werden.

Die Leiden der Christen in Eritrea haben seit der Unabhängigkeit des Landes von Äthiopien im Jahr 1993 kontinuierlich zugenommen. Seit 2002 sind nur die eritreisch-orthodoxe, die katholische und die lutherische Kirche sowie als Religion der Islam anerkannt. Mitglieder der genannten Kirchen können weithin ungehindert Gottesdienst feiern, werden jedoch überwacht. Angehörige anderer Kirchen leben ständig in Gefahr, verhaftet zu werden. Momentan befinden sich über 1.000 Christen in Haft, manche seit über zehn Jahren ohne jemals angeklagt worden zu sein. In den Gefängnissen herrschen die schlimmsten Bedingungen. Auch Folter ist an der Tagesordnung. Jeden Monat fliehen mehr als 5.000 Eritreer aus ihrer Heimat.

Quelle: idea/HMK

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