Ägypten

Mutmaßliche IS-Anhänger erschießen christlichen Lehrer

In Ägypten haben mutmaßlich Anhänger der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) einen christlichen Lehrer erschossen. Wie die Online-Zeitung „Christian Today“ (London) meldet, ereignete sich die Tat in Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel. Der 50-jährige Gamal Tawfiq war auf dem Weg zur Schule, als die beiden Täter sich mit einem Motorrad näherten und den Lehrer mit einem Kopfschuss ermordeten. Bislang hat sich dem Bericht zufolge zwar niemand offiziell zu der Tat bekannt, ein Behördensprecher erklärte jedoch, dass es sich bei den Tätern wahrscheinlich um IS-Anhänger handelt. Es ist das zweite Verbrechen dieser Art innerhalb von einer Woche.

 Nur wenige Tage zuvor hatten Unbekannte den Tierarzt Bahgat Zakher ermordet. Im Januar war der Geschäftsmann Wael Milad in seinem Laden erschossen worden. Beide sind wie Gamal Tawfiq koptische Christen gewesen. „Lange Zeit waren derartige Übergriffe auf Christen eher Einzelfälle“, sagt Ishaq Ibrahim, Forscher der ägyptischen Initiative für Persönliche Rechte. „Aber seit kurzem erleben wir eine Zunahme, die zu einem sich wiederholenden Muster in Al-Arisch zu werden scheint.“

In Ägypten bilden die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten die größte Kirche. Hinzu kommen etwa 300.000 Mitglieder der koptisch-evangelischen Kirche, 200.000 Katholiken, mehr als 100.000 Mitglieder von Pfingstgemeinden, Brüdergemeinden und anglikanischen Gemeinden sowie 40.000 Griechisch-Orthodoxe. Die meisten der 92 Millionen Einwohner Ägyptens sind Muslime.

Quelle: idea

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