Editorial

Editorial

Das Editorial der aktuellen Ausgabe. Geistliche Impulse laden Sie ein, sich mit dem Schicksal verfolgter Christen zu beschäftigen.

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben." Römer 1,16 
                                        
Liebe Leser, Unterstützer und Freunde,

auf seinem Motorrad zog Pabel durch das Land und erzählte den Menschen von Jesus. Aber das weckte Feindschaft. Er wurde ermordet. Pabel aus Kolumbien war einer, der sich des Evangeliums nicht geschämt hat. Ganz im Gegenteil: Er hat sein Leben dafür riskiert, die gute Nachricht von Jesus seinen Mitmenschen zu bringen. Lesen Sie die Meldung dazu auf Seite 4. Für die kommende Ausgaben der Stimme der Märtyrer planen wir einen größeren Bericht über Pabels Leben und Zeugnis.

Als Pastor Suta in Indien spürte, dass Gott ihn beauftragen wollte, in den umliegenden Dörfern das Evangelium zu verbreiten, zögert er nicht. Selbst nach handfesten Drohungen hört er nicht auf, den Menschen von Jesus zu erzählen. Schließlich wird er von fanatischen Hindus brutal zusammengeschlagen. Beinahe verliert er sein Leben. Doch Jesus belohnt seinen kompromisslosen Einsatz: Kurz nach dem Angriff auf den Pastor bekehren sich an einem Tag 40 Menschen und entscheiden sich für den Glauben an den lebendigen Herrn Jesus. Inzwischen gibt es sogar eine Gemeinde in seinem Dorf. Auf Seite 6 können Sie Sutas Geschichte lesen.

Solche Berichte beeindrucken mich. Diese Christen riskieren alles, um die Frohe Botschaft zu verkündigen. Dagegen komme ich mir oft kleingläubig vor. Und dabei müsste ich nicht einmal um mein Leben fürchten, wenn ich mit meinen Mitmenschen über Jesus rede. Und doch tue ich mich oft so schwer. Darum möchte ich von Vorbildern wie Ronaldo und Suta lernen, selbst meinen Glauben viel mutiger und entschlossener zu leben und zu bekennen.

Auf meinen Reisen zu den bedrängten Geschwistern fällt mir immer wieder eine Sache auf: Sie haben diese tiefe Liebe zu Jesus in ihren Herzen – und ein unerschütterliches Gottvertrauen. Sie wissen ihr Leben gehört Gott! „Pabel war ein Instrument in Gottes Hand, denn er predigte Gottes Wahrheit. Sein Ziel war es, Gott zu gefallen – nicht den Menschen“, erklärt die Ehefrau von Pabel. Was ist mein Ziel? Was ist Ihr Lebensziel?

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“ Diese Eindeutigkeit wünsche ich mir auch für mein Leben. Bitten wir Gott darum. Nutzen wir unsere Möglichkeit – solange es noch Tag ist. Wir sehen doch schon die Abenddämmerung kommen, auch bei uns in Europa. Wie sonst wollen wir den brutalen terroristischen Anschlag in Paris deuten? Möglicherweise sind die Tage gezählt, in denen das Bekenntnis zu Jesus bei uns so scheinbar gar nichts kostet. Umso wichtiger ist es, das wir als Christen unsere Stimme finden: die Stimme der Märtyrer, der Glaubenszeugen.

Ihr

Manfred Müller

Jetzt die Stimme bestellen

Nach oben

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Fon +49 (0) 75 56 - 92 11-0 / Fax +49 (0) 75 56 - 92 11 40 / info@verfolgte-christen.org