Editorial

Editorial

Das Editorial der aktuellen Ausgabe. Geistliche Impulse laden Sie ein, sich mit dem Schicksal verfolgter Christen zu beschäftigen.

 „Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu“
2.Tim 2,3

 „Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu“, schreibt Paulus aus dem römischen Gefängnis an Timotheus. Wer bräuchte unser Mitgefühl in diesen Tagen wohl mehr, als die Menschen in Nigeria? Rachel Daniel auf unserem Titelbild hält das Foto ihrer Tochter Rose in der Hand. Die 17-jährige wurde zusammen mit fast 300 anderen christlichen Mädchen entführt. Von ihnen fehlte bis zum Redaktionsschluss dieser Stimme jede Spur.

Aber das ist nicht alles: Bombenattentate, Morde, Überfälle und, und, und. Angesichts der Gräueltaten der radikalislamistischen Terrorgruppe „Boko Haram“ erscheinen die Leiden der verfolgten Christen unerträglich  - und selbst unsere größten Probleme nur als ein flüchtiger Schatten dieser Schrecken (siehe S. 6 -7)

„Leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes." (2. Tim 1,8b) Das ist die Bitte des Paulus an seinen Freund Timotheus. „Leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes“. Wer „in der Kraft Gottes" lebt, wird im inneren Mit-Leiden auch zum ernsthaften Mit-Beter. Wir beten, weil wir wissen: Gott wird uns helfen. ER hat das Böse besiegt. ER  hat seinen Sohn gesandt, um zu retten, was verloren ist. In Jesus ist die Macht der Finsternis gebrochen!

In all dem Leid, das Christen in Nigeria und anderswo auf der Welt umgibt, dürfen sie Zuversicht schöpfen  durch den Blick auf den, der mächtiger ist als das Böse. Durch Gebet und in unterstützender Hilfe für die bedrohten Glaubensgeschwister dürfen wir teilhaben an der Herrlichkeit Christi in dieser dunklen Welt.  

Im Glauben wissen wir: ER macht es gut. In dieser Gewißheit können wir als gute Streiter Jesu leiden und mitleiden.

Was will Gott? Dass wir hinter allen Dunkelheiten IHM vertrauen. Er möchte, dass wir uns ihm ganz hingeben. Er soll der HERR unseres Lebens sein.

Durch den Glauben haben wir einen undenkbar mächtigen Beistand! Wir gehen einer großartigen Zukunft entgegen. Das Beste kommt noch. Weil Jesus den Tod überwunden hat, steht uns die Tür in die Ewigkeit offen.

Herrlichkeit, Gegenwart Gottes mitten im Leid - das hat auch Richard Wurmbrand erlebt über dessen Vermächtnis wir auf Seite 10 berichten. Weil er das Evangelium von Jesus verkündigte, wurde er 14 Jahre lang in kommunistischen Gefängnissen bis an den Rand des Todes gequält. In seinem Buch  `In Gottes Untergrund´ schreibt er: „ In meiner einsamen Zelle machte ich die Entdeckung, dass es jenseits von Glaube und Liebe noch eine Freude in Gott gibt, eine ganz besondere, tiefe Verzückung des Glücks, der nichts auf dieser Welt gleichkommt.“

Die frohe Botschaft des Evangeliums zeigt den Weg aus der Ausweglosigkeit. Weil es die Kraft in der Kraftlosigkeit ist. Weil es der Hoffnungsschein ist – noch in der dunkelsten Nacht.

 

Ihr

Manfred Müller

 

Jetzt die Stimme bestellen!

Nach oben

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Fon +49 (0) 75 56 - 92 11-0 / Fax +49 (0) 75 56 - 92 11 40 / info@verfolgte-christen.org