Editorial

Editorial

Das Editorial der aktuellen Ausgabe. Geistliche Impulse laden Sie ein, sich mit dem Schicksal verfolgter Christen zu beschäftigen.

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Johannes 12,24

Liebe Freunde der Stimme der Märtyrer,

auf den ersten Blick erscheint das Leid, das viele Christen weltweit ertragen müssen, sinnlos. Sie werden gedemütigt und geschlagen, verhaftet und gefoltert. Einige von ihnen sterben. Nicht immer werden wir in diesem Leben die Antwort darauf finden, warum Gott das alles zugelassen hat.

In einigen Fällen dürfen wir jedoch jetzt schon sehen, wie das Leid um Christi willen auch Gutes hervorbringt. So berichten zum Beispiel zwei Christen aus Ägypten davon, wie die Verfolgung im eigenen Land sie näher zu Gott gebracht hat: Die Cousins Akhom und Hassani wurden bei Ausschreitungen verletzt. Durch die Medizinische Hilfe der HMK konnte beiden Männern geholfen werden. Sie erzählen, wie die Erlebnisse ihre Sichtweise verändert haben und ihre Beziehung zu Gott tiefer wurde. Ihre körperlichen Verletzungen haben ihren Glauben gestärkt und sie wachsen lassen (Lesen Sie die Berichte der beiden Männer auf Seite sechs).

Die Geschichte der Verfolgung hat die Aussage im Johannesevangelium immer wieder bestätigt: Wenn jemand sein Leben Gott ganz zur Verfügung stellt, dann bringt das reiche Frucht. Zahllose Männer und Frauen haben in der Vergangenheit ihr Leben riskiert – und auch verloren – um das Evangelium den Menschen zu bringen, die in der Dunkelheit leben. Durch die Opfer, die sie gebracht haben, wurden andere gerettet.
Die vielen Christen, die im römischen Reich in den Arenen den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden, sind nicht umsonst gestorben: Der Mut und die Entschlossenheit, mit der sie sogar im Angesicht des Todes noch an Jesus Christus festhielten, hat viele Zuschauer erst recht neugierig auf das Evangelium gemacht. Nicht wenige bekehrten sich daraufhin. Die Verfolgung konnte das Christentum nicht auslöschen – im Gegenteil, es befeuerte dessen Verbreitung (Lesen Sie mehr über die Geschichte der Christenverfolgung auf Seite acht).

Aber auch wir, die wir keine Verfolgung erleiden, dürfen im Reich Gottes mitwirken und Frucht bringen: Ihre Spenden ermöglichen es uns, zum Beispiel eine Gemeinde in der Türkei zu unterstützen. Weil diese immer wieder von Nachbarn angegriffen wird, braucht sie einen Sicherheitsdienst. Ohne ihn wären vermutlich kaum noch Menschen in die Gemeinde gekommen, zu gefährlich erschien der Gottesdienstbesuch. Doch seitdem ein Wachmann sie beschützt, sind sogar Muslime in die Gemeinde gekommen, 38 von ihnen sind Christen geworden (Lesen Sie den Bericht dazu auf Seite vier).

Wir danken allen treuen Unterstützern der HMK, Sie stehen unseren Geschwistern in aller Welt zur Seite. Der Herr segne Ihren Einsatz – und ermutige und stärke Sie durch diese Ausgabe der Stimme der Märtyrer.

Ihr

Manfred Müller

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Losung für heute
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 18. Mai 2012:
Losungstext:
Wer ist nun willig, heute eine Gabe für den HERRN zu spenden?
1.Chronik 29,5
Lehrtext:
Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, ohne Bedauern und ohne Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2.Korinther 9,7

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

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