Editorial

Editorial

Das Editorial der aktuellen Ausgabe. Geistliche Impulse laden Sie ein, sich mit dem Schicksal verfolgter Christen zu beschäftigen.

„Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.“ Ps 86,11

Wahrheit ist Mangelware. Wie die Wirklichkeit wirklich aussieht lernt der, der auf Gott sieht.

Erinnern Sie sich noch an Rita und Anita? Anita Grünwald und Rita Stumpp waren russlanddeutsche baptistische Bibelschüler und machten einen Einsatz im Jemen. Dort wurden sie vor fünf Jahren brutal ermordet. Sie starben letztlich aus Liebe zu Jesus. Das war ihre Gabe mit der sie dem Herrn dienen wollten und gedient haben (lesen Sie bitte auch auf Seite 10 die Gedanken zu „Ein jeder diene mit der Gabe, die er empfangen hat.“). Die weltlichen Medien schienen damals nur Häme für solch einen Einsatz übrig zu haben. Ja, Rita und Anita wurden in einer Fernsehsendung auf eine Stufe mit islamischen Selbstmordattentätern (!) gestellt.

 

Wie dunkel ist unsere Welt! Da werden zwei junge Frauen, die aus Liebe ihr Leben einsetzen mit denen auf eine Stufe gestellt, die aus Hass Leben zerstören.

Anita war Kinderkrankenschwester. Sie hat nach ihrer erfolgreichen Ausbildung unter anderem in Mosambik gearbeitet. Ein Land das ich gut kenne, weil meine Frau und dort einige Jahre früher als Dozenten an einem theologischen Seminar wirken durften. Es ist ein armes Land. Anita setzte sich hier in einem Kinderdorf ein - motiviert durch ihren Glauben an den Gott der Liebe. Rita war Fachangestellte bei einer Krankenkasse und engagierte sich sozial und in der Jugendarbeit. Beide Frauen arbeiteten im Jemen in einem Krankenhaus als Pflegehelferinnen um den Menschen in Liebe zu dienen. Am 12. Juni 2009 wurden sie erschossen.

Genau fünf Jahre später und ungefähr 2000 Kilometer weiter nördlich starben am 12. Juni 2014 bei Gefechten mit der islamischen Terrorgruppe ISIS mehr als 100 Menschen. Und das war erst der Anfang. Inzwischen haben die Terroristen der Isis auf ihrem Vormarsch laut der UN mehr als tausend Menschen ermordet und Papst Franziskus ruft den UN-Generalsekretär zum Schutz der Christen im Irak auf, während die Amerikaner weitere Angriffswellen gegen die ISIS-Terroristen fliegen. ( siehe S. 6-7)

 Und das vergleicht unser öffentlich-rechtliches Fernsehen mit dem Einsatz zweier junger Frauen, die aus Liebe ihr Leben eingesetzt haben. Wie dunkel ist unsere Welt. Und weil diese Welt so dunkel ist braucht es Menschen wie Rita und Anita, die das Licht des Evangeliums in diese Welt tragen.  Verstehen Sie, darum ist unser Dienst so wichtig, weil wir wieder und wieder diese mutigen Glaubenszeugnisse bekannt machen wollen. Die Zeugnisse der Märtyrer, die in einer Offensive der Liebe in diese Welt hinaus ziehen um den verlorenen Menschen das Evangelium zu bringen – auch muslimischen Terroristen. Diese Märtyrer stellen das ewige Schicksal der Menschen, die ohne die Liebe Gottes verloren gehen über ihr eigenes irdisches Schicksal. Sie sind bereit sich selbst zu verleugnen um Jesus nachzufolgen. Sie sind Kreuzesträger.

Die Terroristen aber sind Sprengstoff- und Waffenträger, die ausziehen zu morden und zu zerstören. Sie und die Menschen in den muslimischen Ländern sind die Wölfe unter die Jesus seine Schafe sendet.

Das Wort „Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.“ war der Leitspruch für Anita in ihrem kurzen Leben. Möge Gott auch uns seinen Weg weisen und in seiner Wahrheit wandeln lassen. Möge er auch uns gebrauchen Sein Licht Seines Evangeliums in diese dunkle Welt hineinzutragen.

Ihr

Manfred Müller

 

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