Irak

Christen fliehen erneut aus der Niniveh-Ebene

Aus der christlichen Kleinstadt Telkaif in der Niniveh-Ebene flohen viele Einwohner mit Kleintransportern und Bussen nach al-Qosh und in andere Dörfer in der Umgebung. Hintergrund waren Informationen, wonach es dort möglicherweise bald zu Gefechten zwischen der irakischen Armee und kurdischen Peschmerga-Kämpfern kommen könnte. Wie das Nachrichtenportal ankawa.com berichtet, soll es bereits zu ersten Mörserangriffen im Zentrum von Telkaif gekommen sein, bei dem mindestens zwei Menschen gestorben sein sollen. Auch in der benachbarten Stadt Baqofah kam es zu einer ähnlichen Massenflucht.

Dies erinnert an die Flucht der Christen aus der Niniveh-Ebene im August 2014 als über 100.000 Christen in aller Eile ihre Dörfer verlassen mussten, die seit jeher als historische Hochburgen der einheimischen Christen im antiken Mesopotamien bekannt waren. In der Nacht vom 6. auf den 7. August unterlagen die kurdischen Peschmerga damals der Offensive des Islamischen Staates (IS). Damals suchten viele Christen Zuflucht in Erbil und Kirkuk.

Unterdessen gab die Regierung der autonomen Provinz Kurdistan die eigene Bereitschaft bekannt, das Ergebnis des Unabhängigkeitsreferendums vom vergangenen 25. September vorübergehend „einzufrieren“. Dies wird als Versuch verstanden, mit der Regierung in Bagdad ins Gespräch zu kommen. In diesem Zusammenhang kündigte die kurdische Regierung auch einen „umgehenden Waffenstillstand” in der Region um Kirkuk an.

Quelle: Fides

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