Irak

Die Lage der Christen immer noch unverändert

Zwei Jahre nach der Vertreibung aus ihrer Heimat durch den Islamischen Staat erleiden irakische Christen immer noch große Not und Verzweiflung, so ihre Vertreter am 28. Juli in Washington, D.C.

„Was ich als Bischof und Pastor sehe ist ein großer Verlust der Hoffnung“, sagte Mar Awa Royel, ein Bischof der Assyrischen Kirche des Ostens. Viele Christen flohen damals in die autonome Region Kurdistan, die als relativ sicher galt. Royel hielt eine Rede während einer zweitägigen Konferenz, die vom „‘Religious Freedom Project‘ der Georgetown Universität veranstaltet wurde.

„Was mich und andere Kirchen, die vor Ort arbeiten, tief bewegt ist der humanitäre Aspekt dieses Krieges. Es gibt keinerlei Respekt vor Leben“, sagte Royel. „Zwei Jahre nachdem Christen und Jessiden vertrieben wurden, funktionieren unsere Gemeinschaften immer noch  nur in einem Überlebensmodus. Das ist nicht  gut.“

Viele assyrische Christen, deren Ursprung der Irak ist, lebten in Städten wie Mosul seit mehr als  tausend Jahren. Bischof Royel sagt, dass viele seiner Gemeindeglieder im Land verbleiben möchten, dies aber momentan fast unmöglich ist. Durch ihre Angriffe zerstörte die IS ihre Dörfer und Städte sowie jegliche soziale und wirtschaftliche Stabilität. Es herrscht immer noch großer Bedarf an Lebensmitteln. „Viele Familien haben kein Einkommen und ihre Vorräte werden immer geringer. Selbst wenn jemand eine Arbeitsstelle bekommt in Kurdistan werden sie oft nicht bezahlt.“

Bitte beten Sie für die Situation unserer Geschwister im Irak. Der HERR kann ihnen beistehen und die Situation zum Guten wenden.

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

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