Ilmurad Nurliev - Turkmenistan

Pastor wieder frei

Nach fast 18 Monaten nach seiner Verhaftung ist Pastor Nurliev am 18. Februar im Rahmen einer allgemeinen Amnestie für Gefangene wieder frei gelassen worden. Seine Frau Maya empfing ihn um 20 Uhr zusammen mit weiteren Familienmitgliedern an dem Zug, der die Gefangenen transportiert hatte. „Gemeindemitglieder kamen zu uns nach Hause, um mit uns meine Entlassung zu feiern,“ so der Pastor. „Ich möchte … allen danken, die mich unterstützt und meine Freilassung bewirkt haben.“

Im Arbeitslager

Der Pastor der Kirche “Licht in die Welt” in Mary, Turkmenistan, sollte eine vierjährige Gefängnisstrafe absitzen. Ihm wurde zur Last gelegt, drei Menschen Geld gestohlen zu haben und darüber hinaus drogenabhängig zu sein. Den Aussagen seiner Gemeindemitglieder zufolge waren diese Vorwürfe erfunden, um Ilmurad Nurliev wegen seiner religiösen Aktivitäten hinter Gitter zu bringen.  Er hatte im August 2010 versucht, seine Gemeinde offiziell registrieren zu lassen.

Im Dezember 2010 war Nurliev in das Arbeitslager Seydi verlegt worden. Dem an Diabetes Erkrankten wurde medizinische Behandlung verweigert. Anstelle der Zwangsarbeit in einer Ziegelfabrik des Lagers hatten Gefängnisbeamte ihm jedoch erlaubt, unter den Gefangenen und Wärtern als Friseur zu arbeiten. Nurlievs Frau hatte Forum 18 gegenüber berichtet, dass ihm außerdem der Besitz einer Bibel verweigert wurde.

Keine Religionsfreiheit in Turkmenistan

Die turkmenische Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit, in der Realität wird sie jedoch nur dem sunnitischen Islam und dem orthodoxen Christentum zugestanden. Ausländer, die wegen religiöser Aktivität verdächtig sind, werden des Landes verwiesen. Die größte Verfolgung, unter der die evangelikalen Christen zu leiden haben, lässt sich auf das Religionsgesetz zurückführen. So dürfen sie keine öffentlichen Orte für Gottesdienstversammlungen unterhalten. Die Teilnahme an sogenannten Hauskirchen wird mit Geldstrafen, Pfändungen und Gehaltskürzungen bestraft. Außerhalb der Hauptstadt ist es so gut wie unmöglich, eine offizielle Registrierung für eine Gemeinde zu bekommen.

Literaturverbot für Orthodoxe Kirche aufgehoben

Das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche ließ am 2. Februar in einer Ansprache verlauten, dass die Regierung das Verbot religiöser Literatur für die Orthodoxe Kirche aufgehoben habe. Das berichtet Forum 18 News. Keine andere Kirche des Landes darf eine solche Freiheit für sich beanspruchen. Das Veröffentlichen von religiöser Literatur ist nur mit offizieller Genehmigung und unter strengen Auflagen erlaubt.

Losung für heute
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 18. Mai 2012:
Losungstext:
Wer ist nun willig, heute eine Gabe für den HERRN zu spenden?
1.Chronik 29,5
Lehrtext:
Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, ohne Bedauern und ohne Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2.Korinther 9,7

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