Irak

Sechsjährige Christina wieder mit ihrer Familie vereint

Es erscheint wie ein Wunder: drei Jahre nach ihrer Entführung durch Soldaten des IS in Karakosch (wir berichteten zuletzt in der Stimme der Märtyrer 11/2016) konnten ihre Eltern sie wieder in ihre Arme schließen. Christina verdankt ihre Befreiung einer Sondereinheit der irakischen Armee. Ihre Familie lebt seit der Vertreibung aus Karakosch in einem Flüchtlingslager in Erbil. „Es ist ein sehr glücklicher Moment“, sagt eine Nachbarin. Wir alle singen und tanzen und freuen uns.“ Christina scheint gut behandelt und versorgt worden zu sein während ihrer Abwesenheit. Ihre Mutter bedankt sich bei allen Betern weltweit.

Aida Hanna lebe fast drei Jahre lang täglich mit den Erinnerungen an den schrecklichen Tag des 22. August 2014, als sie in Karakosh in einer langen Schlange stand und auf vermeintliche ärztliche Versorgung wartete. Aida Hanna hielt ihre damals dreijährige Tochter Christina auf dem Arm, als IS-Kämpfer sich ihr näherten und ihre Tochter aus dem Arm rissen. Das weinende Mädchen wurde an einen bärtigen Terroristen des Islamischen Staates weitergereicht. Dieser verschwand. Die medizinische Versorgung war nur ein Vorwand gewesen, um Familien mit kleinen Kindern zusammenzutreiben. Völlig ohnmächtig und in rasender Verzweiflung musste Aida Hanna ihrer Tochter hinterhersehen. Geld und Wertgegenstände wurden ihr auch abgenommen. Zusammen mit vielen anderen mussten Aida und ihre Familie nach Erbil fliehen, wo sie bis heute ausharren, aber „ein Teil unseres Herzens fehlt“.

Sie hatten die Hoffnung nie aufgegeben, dass Christina eines Tages wieder zu ihnen zurückkehren würde. „Bitte betet für Christine und für uns“, war ihre Bitte an uns.

Quelle: World Watch Monitor

Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. / Tüfinger Straße 3 / 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Fon +49 (0) 75 56 - 92 11-0 / Fax +49 (0) 75 56 - 92 11 40 / info@verfolgte-christen.org